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Theravada-Glossar


a
Abhängiges bedingtes Entstehen
Abhidhamma
abhiññā
Achtfacher Pfad
Ajahn (bzw. Ajaan, Ajan, Ajarn oder Acharn)
Anagārika
Aṅguttara-nikāya
Aniccānupassanā
aniccatā
Arahat
ariya puggala
Ashin, Shin
Ashinma, Shinma
avijjā
Ayyā

b
Bedingtes Entstehen
Bekenntnis
Bhante
Bhikkhu
Bhikkhunī
Bodhisatta
Bodhisattva
Buddha

d
Daw
Dhammapada - Worte des Buddha zum Wahrheitsweg
Dhammasangaṇi
Dhammayana
Dharma
Dhātukathā
Dīgha-nikāya
Dukkha

e
Einheit der Buddhisten

g
Gesundheitsrausch
Guru

h
Hamuduruwo
Himmlisches Auge
Hinayana

i
Itivuttaka

k
Karma
Karuna
Kathāvatthu
Khuddaka-nikāya
Klöster / Meditation
Konzile
Koyin
Kruba

l
Längere Sammlung (Pāḷikanon)
Lehre des Buddha
Loku-Hamuduruwo
Luang Pi
Luang Por

m
Ma
Maechi
mahābhūta
Mahasanghika
Mahāthera
Mahātherī
Mahayana
Majjhima-nikāya
māna
Meditation im Ausland in Meditationsklöstern
Mönch
Mudra

n
Nibbana/Nirvana
Nonne
Novize / Novizin

p
Pāḷiwörterbuch:Small English-Glossary. Bhikkhu Bodhi
Englisch-Pāḷi-Dictionary. Buddhadatta Mahathera
Pāḷi
Pāḷi-Alphabet
Pāḷiaussprache
Pāḷifonts
Pālikanon
Pāḷikanon - Wichtige Links
Pāḷikanon-Quellen-Übersicht
Pāḷi-Sonderzeichen-Unicodes
Pāḷitext-Societys-Pāḷi-English-Dictionary
Pañña
Parajika Pāḷi (1. Buch des Vinaya Pitaka)
Pāramī
pariññā
Paticcasamuppada
Paṭṭhāna
Pfad - der Pfad zur Befreiung
Phra oder Pra
Puggalapaññatti
Puttaro

s
Sāmaṇera
Sāmaṇerī
sammā-sambuddha
Samsara
Samyutta-nikāya
Sangha
Sanskrit-Kanon
Sati
sattānupassanā
Sayadaw
Sayagji
Sayalay
Sieben Betrachtungen der Einsicht
Sila - Definition
Sīlamāta
Silashin
Sunyata
Sutta/Sutra
Sutten-Kanon

t
Tan Ajahn
Tan, Tahn oder Than (+Name)
Tanha
Thera
Theravāda
Theravāda-Länder
Theravāda-Newsletter
Therī
Tipitaka/Tripitaka
Titel und Anreden im Theravada - Alphabetische Liste des Theravadanetz

u
U
Udāna=Feierliche Aussprüche
Upadana
upāsaka
upāsikā

v
Venerable
vibhaṅga
Vier Edlen Wahrheiten
vijja-sarana-sampano
Vinaya
Visuddhimagga

w
Wörterbuch Pāḷi-Englisch der Pāḷitext Society
Wörterbuch:Kleine Pali-Wörterbuch von Bhikkhu Bodhi
Wörterbuch Pāḷi-Englisch. Buddhadatta Mahathera
Weg - Der Weg zur Befreiung

y
Yamaka

z
Zufluchtnahme

Abhängiges bedingtes Entstehen: Siehe → Paticcasamuppada
Abhidhamma: Wörtliche Bedeutung: höhere Lehre. Dritter Teil des Tipitaka (Dreikorbs) des Pāḷi-Kanons, auf den sich primär der Theravada-Buddhismus beruft. Systematisierung der buddhistischen Lehre. Frühestes Kompendium buddhistischer Philosophie und Psychologie, in dem die Lehren des Buddha und seiner Hauptschüler analysiert, geordnet und systematisiert wurden. Alle geistigen und körperlich-materiellen Prozesse werden mit Hilfe der »Dhammas«, letztendlicher Realitäten, erklärt und in einen logischen, nachvollziehbaren und praktisch anwendbaren Ursache-Wirkungszusammenhang gebracht. Der Abhidhamma besteht aus 7 Büchern, ist in Pāḷi verfasst und genießt vor allem in Myanmar (Burma) höchste Beachtung. Der Abhidhamma der Sarvastivada-Schule (einer späteren Hinayana- bzw. Dhammayana-Schule am Übergang zum Mahayana), in Sanskrit verfasst, besteht wie der Abhidhamma ebenfalls aus 7 Büchern, die aber z.T… beträchtlich von diesem abweichen. Er ist nur in tibetischen und chinesischen Übersetzungen erhalten.
Das Abhidhamma-Piṭakam umfasst sieben sehr umfangreiche Werke:
  1. Dhammasangaṇi, eine Analyse des Bewusstseins und der Materie.
  2. Vibhanga, Abhandlungen über die verschiedenen Punkte der Lehre, wie: die fünf Daseinsaspekte (khandha), die physischen Grundlagen der sechs Arten des Bewusstseins, die physischen und psychischen Elemente, die vier heiligen Wahrheiten, die zweiundzwanzig Fähigkeiten, die bedingte Entstehung (Paticcasamuppada), die vier rechten Anstrengungen, die vier Pfeiler der Besinnung, die vier Grundlagen der magischen Kräfte, die sieben Glieder der Erleuchtung, der achtfache Pfad, die Selbstvertiefungen (jhāna), die vier Unermesslichkeiten, die Sittenregeln, die vier analytischen Wissen (paṭisambhidā), das Wissen.
  3. Dhātukathā, Besprechung der achtzehn Elemente oder Faktoren der psychophysischen Vorgänge: Sehorgan, Form (Lichtwelle), Sehbewusstsein; Hörorgan, Schall(welle), Hörbewusstsein; Riechorgan, Ausdünstung, Riechbewusstsein; Schmeckorgan, Saft, Schmeckbewusstsein; Tastorgan, Tastbares, Tastbewusstsein; Geist, Vorstellbares, geistiges Bewusstsein.
  4. Puggalapaññatti, Beschreibung der Individuen je nach ihren hervorstechenden Charakterzügen.
  5. Kathāvatthu, Besprechungen über streitige Punkte der Lehre und über die Irrlehren der im zweiten Jahrhundert nach Buddha bestehenden siebzehn Sekten (s. Dipavamso). Dieses Buch wurde von Moggaliputta-Tissatthero verfasst und auf dem von König Asoka zusammengerufenen dritten Konzil zu Pataliputtam, im Jahre 309 v. Chr., vorgetragen.
  6. Yamaka, Paare von Gegensätzen.
  7. Paṭṭhāna, über die Entstehung der materiellen und geistigen Zustände gemäß der 24 Abhängigkeitsbedingungen, wie: Motiv, Vorstellung, Prädominanz, zeitliche Kontiguität, Co-Existenz, Antecedenz, Ursache, Wirkung usw.


Weitere Informationen:

abhiññā: Hierzu zählen die sechs höheren Geisteskräfte:
KRÄFTEPALIERLÄUTERUNGART
Maggische
Kräfte
iddhi-vidhāVervielfachung, unsichtbar
machen, durch
Wände gehen,
über Wasser gehen,
Erde durchqueren,
in der Luft schweben
samādhi
Himmlisches
Ohr
dibbā-sotahimmlische wie menschliche
Töne, ferne wie nahe hören
samādhi
Herzensdurchschauung
anderer
ceto-pariya-ñāna ob mit Gier, Hass,
Verblendung, eingengt
verkrampft, zerstreut,
unent-faltet oder
ohne mit heilsamen
Geistesfaktoren
samādhi
Frühe Daseinsformen
wissen
pubbe-nivās'ānussati-ñāna)Wissen um frühere Daseinsformen:
eine oder mehrere
Geburten, Welten
samādhi
Himmlisches
Auge
dibba-cakkh-ñānaWissen um Daseinswege
von glücklichen und unglücklichen
Wesen je nach ihren Handlungen
samadhi
Wahnversiegungāsavakkhaya-ñāna Wissen um Wahn- und Triebversiegung,
indem er selber
erkennt und verwirklicht.
überweltlich
vipassanā

Die ersten fünf höheren Kräfte / Fähigkeiten werden durch samādhi / Sammlung entwickelt. Die sechste Fähigkeit der Wahnüberwindung durch Überwindung und Erkenntnis erfolgt durch Weisheitseinsicht (vipassanā).
Verweise:
abhiññā im Pāḷikanon & Visuddhimagga palikanon.de)
Achtfacher Pfad: Praktisch hat die ganze Lehre des Buddha, der er sich 45 Jahre gewidmet hat, in irgendeiner Weise mit dem achtfachen Pfad zu tun. Er stellt eine praktische Wegweisung zur vollständigen Leidensaufhebung – dem nibbana – dar, wenn alle nachfolgenden acht Elemente erfolgreich von einem selbst gemeistert werden:

1. Rechte Anschauung (Samma Ditthi) 1. Weisheit (pañña)
2. Rechtes Denken (Samma Sankappo)
3. Rechte Rede (Samma Vaca) 2. Ethik (sīla)
4. Rechte Handlung (Samma Kammanto)
5. Rechter Lebenserwerb (Samma Ajivo)
6. Rechte Anstrengung (Samma Vayamo)3. Sammlung (samādhi)
( im weiteren Sinn)
7. Rechte Achtsamkeit (Samma Sati)
8. Rechte Konzentration im engeren Sinne (Samma Samadhi)


In einer anderen, kompakteren Form wird der Weg dreigliederig dargestellt:

1. Weisheit (Panna): Hierunter fallen Rechte Ansicht sowie Rechtes Denken.
2. Ethik (Sila): Hierunter fallen Rechte Rede, Rechte Handlung sowie Rechter Lebens­erwerb.
3. Sammlung (Samadhi): Hierunter fallen Rechte Anstrengung, Rechte Achtsamkeit sowie Rechte Konzentration.
Ajahn (bzw. Ajaan, Ajan, Ajarn oder Acharn): [gesprochen Adschahn] (+Name)(Thai). Lehrer, Dozent, Professor, Ausbilder, Instrukteur. Von Skt. "acariya"; gebraucht für Mönche aber auch Laien beiderlei Geschlechts im Lehrbereich (Ajahn Chas Gemeinschaften verwenden diese Anrede für Ordinierte beiderlei Geschlechts über 10 Regenzeiten).
Bemerkung: Ajahn ist das thailändische Lehnwort für Skt. ācārya (Pāli ācariya) = Lehrer und wird in der Thaischrift wie das entsprechende Sanskritwort geschrieben. Es wird als Anrede für gelehrte oder weise Mönche verwendet, aber ebenso für gebildete Laien (Akademiker).
Anagārika: (Pāḷi): Eine (eher soziale) Anredeform für jemand der weder Bhikkhu noch Hausherr ist. Die Bezeichnung für einen Laien, der seinen Haushalt aufgegeben hat um dem Dhamma zu folgen.
Aṅguttara-nikāya: Diese Sammlung von Reden, Anguttara Nikaya, welche 9577 kurze Sutten enthält, wird in elf Abschnitte, als nipata bekannt, unter-teilt. Jeder nipata wird wieder in Gruppen, vagga genannt, aufgeteilt, die gewöhnlich zehn Sutten enthalten. Die Reden sind in fortschreitender numerischer Ordnung arrangiert, wobei jeder nipa-ta Sutten mit dhamma Themen enthält, beginnend mit einem Thema und sich jeweils um eines steigernd, bis es elf dhamma Themen in jeder Sutta des letzten nipata gibt. Daher rührt der Name Anguttara, der bedeutet um eines zunehmend. Der erste Nipata, Ekaka Nipata, hat in jeder Sutta einzelne dhamma Themen, genannt die Einen; der zweite nipata, Duka Nipata, enthält in jeder Sutta zwei dhamma Themen, die Zweier genannt und der letzte nipata, Ekadasaka Nipata ist aus elf Sutten mit je elf dhamma Themen zusammengesetzt, genannt die Elfer.
Anguttara Nikaya stellt ein wichtiges Quellen-Buch über buddhistische Psychologie und Ethik dar, welches eine nummerierte Zusammenfassung aller wesentlichen Merkmale der Dhamma-Theorie und -Praxis liefert. Ein einzigartiges Kapitel, mit dem Titel Etadagga Vagga im Ekaka Nipata, zählt die Namen der vordersten Schüler unter den bhikkhus, bhikkhunis, upasaka, upasikas, auf, die Hervorragendes auf einem Gebiet der Verwirklichung oder verdienstvolle Tätigkeiten vollbracht hatten, z.B. der Ehrenwerte Sariputta in intuitiver Weisheit und Wissen (Panna); der Ehrenwerte Maha Moggallana in ma-gischen Kräften (Iddhi); Bhikkhuni Khema in Panna; Bhikkhuni Uppa-lavanna in Iddhi; der Upasaka Anathapindika und die Upasika Visa-kha in der Almosenspende (Dana und so fort.)

Bestellung:
Die Sammlungen der Lehrreden sind erhältlich bei: Die Angereihte Sammlung, Aurum-Verlag, Freiburg
Verweise:
Text im Web (deutsch/Nyanatiloka)
Text im Web (englisch/Nyanatiloka)
Aniccānupassanā: Aniccānupassanā ist eine Methode der Einsichtmeditation. Einsichtsmeditation allgemein überwindet unheilsame Tendenzen des Geistes durch das "Ersetzen durch das Gegenteil" (tadanga). Aniccānupassanā im besonderen überwindet die falsche Ansicht von Beständigkeit durch die Betrachtung der Unbeständigkeit.

"Aniccānupassanam bhāvento niccasaññam pajahati" bedeutet: Einer, der die Betrachtung der Unbeständigkeit entfaltet, gibt die Auffassung von Beständigkeit auf. Alle gestalteten bzw. bedingten Dinge (sankhara) sind der Natur nach unbeständig, weil alles Existierende geprägt ist von Entstehung und Auflösung, nichts Bedingtes unverändert bleibt, alles Bedingte nur vorübergehend oder zeitweilig ist und nirgends in den bedingten Phänomenen Beständigkeit ist. Aniccānupassanā ist die Betrachtung der "Unbeständigkeit", welche die Natur aller bedingten Dinge ist. Entstehen ist der Anfang der Unbeständigkeit, Verfall die Mitte und Auflösung das Ende der Unbeständigkeit.


Dem unwissend an die Welt gefesselten gelingt es nicht diese Wahrheit der Unbeständigkeit der bedingten Dinge zu begreifen. Er betrachtet seine persönlichen fünf Anhäufungen sowie die äußeren Objekte als beständig und klammert an einer Ich-Vorstellung. Seine Unwissenheit von der wahren Situation und die unheilsamen Taten, die er wegen dieser Unwissenheit begeht, machen ihn zum Opfer des Leidens, der Angst und des Stresses. Gebunden im Teufelskreis der Wiedergeburten (samsāra) kann er wahres Glück und wahren Frieden nicht realisieren.

Besondere Tatkraft wird gebraucht, um unsere Anschauungsweise zu ändern: zuerst müssen wir unseren Geist standfest machen, dann müssen wir für uns selbst sehen, wie unbeständig Gestaltungen sind, wie sie ständig entstehen und vergehen. So eine Wahrnehmung kann nur durch die eigentliche Praxis der Einsichtsmeditation erzeugt werden. Betrachtung oder anupassanā bezieht sich auf die kontinuierliche wiederholte Beschäftigung des Beobachtungsvermögens mit dem eigens erwählten Meditationsobjekt, wenn man die Praxis der Einsichtsmeditation ausübt. Dieses Beobachten oder "Sehen" schließt die Anwendung von Achtsamkeit und Weisheit ein. Es wird auch als die Anwendung von Achtsamkeit und voller Bewusstheit (sati-sampajañña) und als weise Aufmerksamkeit (yoniso manasikāra) bezeichnet. Wiederholte Untersuchung des Merkmals der Unbeständigkeit in Bezug auf die fünf Anhäufungen unter Anwendung von Einsichtswissen wird Betrachtung der Unbeständigkeit (aniccānupassanā) genannt. Diese ersetzt die Wahrnehmung von Beständigkeit durch die unmittelbare Wahrnehmung der Unbeständigkeit.

Weitere Hinweise zu den Hintergründen und Methode:
Aniccānupassanā - Ñānārāma Mahāthera.Die Sieben Betrachtungen
aniccatā: Der Begriff "aniccatā" bedeutet "Unbeständigkeit". Das Merkmal der Unbeständigkeit bezeichnet die Natur von nichtvorhandener Dauerhaftigkeit , von Entstehen und Vergehen , von Verfall, Schwund und sich vollziehender Umwandlung usw.. Entstehen ist der Anfang der Unbeständigkeit, Verfall ihre Mitte, Auflösung ist ihr Ende. Dieses Merkmal der Unbeständigkeit haben alle bedingten Phänomene gemeinsam, die in den fünf Anhäufungen enthalten sind, welche unsere erfahrungsmäßige Persönlichkeit ausmachen: Körper, Gefühl, Wahrnehmung, geistige Bedingungsfaktoren und Bewusstsein. Diese fünf Anhäufungen werden als "Gestaltungen" (sankhārā) bezeichnet, weil sie aus einer Kombination von Bedingungen entstehen und sich mit der Veränderung dieser Bedingungen auflösen. Hier ist es wichtig, zwischen einem unbeständigen Objekt und dem Merkmal der Unbeständigkeit zu unterscheiden. Gestaltungen - die fünf Anhäufungen selbst - sind unbeständig; sie sind die unbeständigen Objekte. Die ihnen innewohnende Natur einer nicht bleibenden Beständigkeit, einer sich vollziehenden Umwandlung, ist das Merkmal der Unbeständigkeit.
Die Gestaltungen selbst demonstrieren diese Unbeständigkeit. Eine weise Person mit entwickeltem Geist wird fähig sein, die Unbeständigkeit der Gestaltungen zu erkennen, welche unter den alltäglichsten Vorkommnissen des gewöhnlichen Lebens verborgen ist.
Arahat: Arahat (Pāli)bedeutet der Befreite, Heilige, Erleuchtete. Er hat alle Befleckungen und Leidenschaften ausgelöscht, die Daseins-Fesseln überwunden, stirbt nur mehr einen letzten Tod und wird nicht mehr wiedergeboren. Die Arahatschaft ist eines der Erlösungsziele im Theravāda-Buddhismus.
Jeder Buddha ist ein Arahat (Befreiter, nicht jedoch jeder Befreiter ist ein Buddha. Zur Buddhaschaft gehören noch über die Befreiung hinausgehende Qualitäten. Die Arahatschaft ist jedoch die wichtigste Errungenschaft auf dem Weg der Selbstbefreiung. Mit der Arahatschaft ist der Geist unerschütterlich gegen jede Form geistigen Leidens. Der Arahat hat im einzelnen die Qualitäten Befreiung, Weisheit, Pfad-Entwicklung, Würdigkeit und Offenheit vollkommen entwickelt . Im Rahmen der Meditationsübung von "Buddhanusāti" werden auch die Qualitäten der Arahatschaft folgendermaßen betrachtet(vgl. Vis. 231):
  1. Was hat er erreicht?
    Entfremdetsein (araha) bzw. Befreiung von allen unheilsamen Geistesfaktoren (araha). Dazu gehören ist erster Linie die Wurzel-Faktoren für unheilsame Geisteszustände wie Gier, Hass und Verblendung. Dadurch werden alle unheilsamen Geistesfaktoren wie die Hemmungen und Fesseln aufgehoben (vgl. Vis. 231).Er ist nicht mehr Sklave der Leidenschaften und kann durch sie nicht mehr erschüttert werden.
  2. Wodurch hat er es erreicht?
    Der Arahat hat die Befreiung durch Einsicht, Weisheit oder Wissen erreicht und damit das Entstehen aller unheilsamen Geistesfaktoren vollständig überwunden. Im Visuddhimagga wird dieses folgendermaßen visualisiert: "Als Feinderschlager (ara-hata) hat er mit dem Schwert der Weisheit alle Feinde (unheilsamen Geistesfaktoren) erschlagen". Hier wird darauf hingewiesen, dass er nicht nur die Leidenschaften unterdrückt oder zurückgedrängt hat, sondern vollkommen in seinem Geist durch die Einsicht in die Bedingungen bezwungen hat, sie also unumkehrbar nie wieder auftreten können.
  3. Wie hat er es erreicht?
    Der Arahat erreicht dieses durch die Entwicklung auf dem systematischen Stufenweg von Sittlichkeit, Sammlung und Weisheit. Wichtige Faktoren dabei sind die Geistesfaktoren Vertrauen (saddhā), Weisheit (pañña) und Tatkraft (viriya). Im Vissuddhimagga heißt es: "Auf dem Bodhitrohne sitzend, mit den Füßen der Tatkraft, auf dem Boden der Sittlichkeit, mit den Armen des Vertrauens , die karmazerstörende Erkenntnisaxt schwingend, zertrümmert er das drehende Daseinsrad".
    Befreiungsfaktoren sind also: Tat-bzw.Willenskraft, Entwicklung von Ethik, Vertrauen und Weisheit. Sie führen zur Aufhebung des Daseinskreislaufes.
  4. Was stellt er für diejenigen dar die Befreiung suchen?
    Es ist der höchsten Wertschätzung durch Opfergaben würdig und der Verehrung würdig.
  5. Wie offenbart sich die Arahatschaft?
    Als Nicht-Heimlichkeit (a-haro): Der Arahat braucht also nicht aus Furcht vor schlechten Rufe heimlich etwas unheilsames tun, weil alle Bedingungen dazu überwunden sind. Dieses zeigt sich in Offenheit, Freiheit von Lüge, Freiheit von Geheimnistuerei und positiv ausgedrückt in vollkommener Echtheit.

ariya puggala: Es gibt vier Arten Realisierte mit unterschiedlichen Stufen von Erleuchtungserfahrungen (ariya-puggala):
  1. sotāpanna: den Stromeingetretenen
    Der Stromeingetretene hat sich durch seine erste Erleuchtungserfahrung (Pfadeintritt) vollkommen von den drei unheilsamen Geistesfaktoren Persönlichkeitsglaube (atta-ditthi), Zweifel und Anhaften an Riten befreit. Er hat nibbānage sehen und damit wesentliche Fesseln an die Sinnenwelt erschüttert - sein Persönlichkeitsglauben ist erschüttert, er zweifelt nicht mehr an nibbana und verliert seine Anhaftung an weltlichen Verdiensten duch Ethik . Dadurch bekommt sein Geist eine neue unumkehrbare Ausrichtung auf nibbāna. Er hat jedoch noch nicht die unheilsame Geistesfaktoren wie Anhaftung an die Sinnesobjekte (kama-raga) und Aversion wie Angst, Furcht (dosa) aufgrund seiner Anhaftung an die Sinnesobjekteverloren.
  2. Sakadāgāmī: den Einmalwiederkehrenden
    Der Einmalwiederkehrer hat sich durch den Eintritt in die zweite Stufe von Erleuchtungserfahrung (Pfad) die unheilsamen Geistesfaktoren.
  3. Anāgami: den Nichtwiederkehrer
  4. arahat: den Heiligen


Die vier Arten von Realisierten mit unterschiedlichen Stufen von Erleuchtungserfahrungen (ariya-puggala lassen sich danach darstellen, welche unheilsamen Geistesfaktoren sie bereits überwunden haben:
ariya\Fesselatta-
ditthi
vici-
kicchā
sīla-
bbata-
parā-
māsa
kāma-
rāga
dosarūpa-
rāga
arūpa-
rāga
mānadu-
dhacca
aviccā
sotāpanna¤¤¤        
sakadāgāmi¤¤¤       
anāgami¤¤¤¤¤     
arahat¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤


LEGENDE:
¤ = unheilsamen Geistesfaktor vollständig überwunden
  = unheilsamen Geistesfaktor teilweilweise überwunden
  = unheilsamer Geistesfaktor noch vorhanden
Ashin, Shin: (Burmesisch): Mönch, Bhikkhu (nicht als Anrede; insb. wenn ein Mönch von sich selber spricht oder unterschreibt)
Ashinma, Shinma: (Burmesisch): Nonne (nicht als Anrede; insb. wenn eine Nonne von sich selber spricht oder unterschreibt)
avijjā: Avijjā bedeutet wörtlich Verbledung, Unwissenheit oder Nicht-Wissen und ist ein Geistesfaktor, der in unheilsamen Geisteszuständen präsent ist. Er gilt als Bedingung für alle Übel in der Welt, weil avijjā den Erkenntnisblick verschleiert und eine Bedingung dafür ist, dass wir die wahre Natur der Dinge der Wirklichkeit nicht erkennen können.
Im allgemeinen Sinne bezeichnet bezeichnet avijjā die Unwissenheit bzw. den getrübten Erkenntnisblick bzgl. Der Vier Edlen Wahrheiten. Wir können nicht die Unzulänglichkeiten der Wirklichkeit erkennen, die Ursache für das Leiden, die Befreiung und den Weg der Befreiung erkennen.

  1. Die universellen Daseinsmerkmale sehen wir nicht oder verdreht:
    - sehen vergängliches (anicca) als unvergänglich (nicca)
    - sehen unzulängliches (dukkha) als glückbringendes (sukkha)
    -sehen unpersönliches (anattā) als persönliches (attā)
    - sehen unreines (asubha) als reines (subha)
  2. Die Ursache für unseren grundlegenden Probleme des Daseins sehen wir nicht oder sehen sie verdreht außerhalb in der "bedingten Außenwelt".
  3. Das Ziel für die Befreiung können nicht sehen oder sehen es in den bedingten Dingen.
  4. Den Weg für Befreiung können wir nicht sehen vermuten ihn nicht in der Selbstbefreiung durch die Entwicklung von Ethik, Sammlung und Weisheit.


Beim Bedingten Entstehen ist avijjā der erste Faktor. Er bezeichnet die Unwissenheit bezüglich der Vier Edlen Wahrheiten, des Paticcasamuppada, unserer eigenen Vergangenheit und Gegenwart. Wenn wir wirklich die Vier Edlen Wahrheiten realisieren würden, müssten wir Weisheit und Nibbana erlangen. Der Kreislauf des Paticcasamuppada behandelt Prozesse des Daseins mit getrübten Erkenntnisblick und keine überweltlichen, in denen Nibbana das Objekt des Bewusstseins ist. Als “verblendete Weltlinge” kreisen wir Runde um Runde im Strudel, ohne den Ausweg zu finden.

Um den Ausstieg zu entdecken, müssen wir die Vier Edlen Wahrheiten kennen. Die Wahrheit vom Leiden hat jeder schon vom Beginn seines Lebens an im Mutterleib erfahren. Die Wahrheit von der Ursache des Leidens: die Ursache ist Begehren, Verlangen nach Existenz, Gier nach diesem und jenem. Die Wahrheit vom Ende des Leidens, von der Befreiung von Leiden: das ist Nibbana. Die Wahrheit vom Weg, der zum Ende des Leidens führt: das ist der Achtfache Pfad. Wenn man die Vier Edlen Wahrheiten wirklich kennt, nicht nur theoretisch, sondern voll realisiert, kann man aus dem Kreislauf herauskommen.
Ayyā: (Pāḷi): Ehrwürdige; die weibliche Entsprechung zu Bhante; Anrede für Bhikkhunīs und Sāmaṇerīs.
Bedingtes Entstehen: Siehe → Paticcasamuppada
Bekenntnis:
BEKENNTNIS DER BUDDHISTEN IN DEUTSCHLAND
1. Allgemeines
Das Buddhistische Bekenntnis der deutschen Buddhisten ist ein Meilenstein für die Zusammenarbeit der Buddhisten im Westen. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind alle wichtigen buddhistischen Schulen hier in den Westen vertreten. Sie alle haben wertvolle Beiträge zur Interpretation des Buddhismus aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln geleistet, so dass die Vielfalt der Traditionen im Westen als eine große Bereicherung gesehen wird. Ausgehend von dieser Vielfalt praktischer Methoden stellt sich auch die wichtige Frage, was zeitloser Kern der Buddhalehre(dhamma) ist, der von allen authentischen Traditionen des Buddhismus getragen wird und klar zu unterscheiden ist von den äußeren Formen und Interpretationen, so wie sie sich im Laufe der historischen Entwicklung, in verschiedenen Schulrichtungen und Kulturen entwickelt haben. Mit Blickwinkel auf den Kern der Buddhalehre sehen wir in allen authentischen Richtungen des Buddhismus eine einheitliche zeitlose Botschaft der Wirklichkeits- und Befreiungslehre, die die Basis für die Einheit der Buddhisten ist. Sie wird treffend in dem Bekenntnis der Buddhisten - welches 1984 im Rahmen einer Versammlung der Deutschen Buddhistischen Union (DBU), dem Dachverband der Buddhisten in Deutschland, verabschiedet und 2004 in einer weiteren Versammlung nochmals ergänzt und einstimmig verabschiedet wurde - zum Ausdruck gebracht. Das Bekenntnis setzt sich aus sechs zusammengehörigen Teilen zusammen:
→ Zufluchtnahme zu Buddha, Dharma und Sangha
→ Bekenntnis zu den Vier Edlen Wahrheiten
→ Bekenntnis zur Wirklichkeitslehre des Buddha
→ Bekenntnis zur Einheit aller Buddhisten
→ Bekenntnis zur Praxis natürlicher Vermeidungs-Ethik
→ Bekenntnis zur Praxis der positiven Qualitäten von Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut zum Wohle aller Lebewesen

2. Wortlauf des Bekenntnisses
ICH BEKENNE MICH ZUM BUDDHA als meinem unübertroffenen Lehrer. Er hat die Vollkommenheiten verwirklicht und ist aus eigener Kraft den Weg zur Befreiung und Erleuchtung gegangen. Aus dieser Erfahrung hat er die Lehre dargelegt, damit auch wir endgültig frei von Leid werden.
ICH BEKENNE MICH ZUM DHARMA der Lehre des Buddha. Sie ist klar, zeitlos und lädt alle ein, sie zu prüfen, sie anzuwenden und zu verwirklichen.
ICH BEKENNE MICH ZUR SANGHA der Gemeinschaft derer, die den Weg des Buddha gehen und die verschiedenen Stufen der inneren Erfahrung und des Erwachens verwirklichen.

ICH HABE FESTES VERTRAUEN ZU DEN VIER EDLEN WAHRHEITEN:
• Das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll.
• Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung.
• Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden.
• Zum Erlöschen des Leidens führt der Edle Der Achtfache Pfad.

ICH HABE FESTES VERTRAUEN IN DIE LEHRE DES BUDDHA:
• Alles Bedingte ist unbeständig.
• Alles Bedingte ist leidvoll.
• Alles ist ohne eigenständiges Selbst.
• Nirvana ist Frieden.

ICH BEKENNE MICH ZUR EINHEIT ALLER BUDDHISTEN und begegne allen Mitgliedern dieser Gemeinschaft mit Achtung und Offenheit. Wir folgen dem Buddha, unserem gemeinsamen Lehrer und sind bestrebt, seine Lehre zu verwirklichen. Ethisches Verhalten, Sammlung und Weisheit führen zur Befreiung und Erleuchtung.

ICH ÜBE MICH DARIN, keine Lebewesen zu töten oder zu verletzen, Nichtgegebenes nicht zu nehmen, keine unheilsamen sexuellen Handlungen zu begehen, nicht unwahr oder unheilsam zu reden, mir nicht durch berauschende Mittel das Bewusstsein zu trüben.

ZU ALLEN LEBEWESEN WILL ICH unbegrenzte Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut entfalten, im Wissen um das Streben aller Lebewesen nach Glück.

3. Verabschiedung des Bekenntnis
Das Buddhistische Bekenntnis wurde erstmals 1984 erarbeitet und abgestimmt. In der Mitgliederversammlung von 2004 der DBU wurde das Bekenntnis nochmals sprachlich überarbeitet und die zeitlos gültigen Botschaften des Buddha über Vergänglichkeit (anicca), Leidhaftigkeit (dukkha), Nicht-Ich (anatta) und Befreiung (nirvana) als wichtige Bestandteile der Wirklichkeitslehre benannt. Der gemeinsam gefundene Konsens im Bekenntnis macht deutlich, dass alle buddhistischen Traditionen in der Kernlehre des Buddhismus einig sind.
Verweise:
Zufluchtnahme zu Buddha, Dharma und Sangha
Vier Edlen Wahrheiten
Wirklichkeitslehre des Buddha
Einheit aller Buddhisten
Praxis von Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut
Bhante: Pāḷi): Ehrwürdiger; ursprünglich: Bhaddanta. Respektvolle Anrede für Mönche (Bhikkhus und Sāmaṇeras) von Laien und für ordensjüngere Mönchen an Ordensältere. Wird vorwiegend für Mönche, die in Sri Lanka oder Indien ordiniert haben, verwendet.
Bhikkhu: (Pāḷi) vollordinierter Mönch bzw. Mönch mit der höheren Ordination (upasampadā) und 227 Regeln, wie im Vinaya niedergelegt
Bhikkhunī: (Pāli) vollordinierte Nonne bzw. Nonne mit der höheren Ordination (upasampadā) und 311 Regeln, wie im Vinaya niedergelegt
Bodhisatta: Bodhisatta (Pāḷi) oder Bodhisattva (Sanskrit) bedeutet wörtlich »Erleuchtungswesen«. Ein Bodhisattva ist ein Wesen, das durch die systematische Ausübung der Tugendvollkommenheiten (Paramita) die Buddhaschaft anstrebt. Im Mahayana heißt es, dass er jedoch solange auf das Eingehen ins vollständige Nirvana verzichtet, bis alle Wesen erlöst sind. Die sein Handeln bestimmende Eigenschaft ist Mitgefühl (Karuna), getragen von Weisheit (Prajna).
Verweise:
Pāramī
Karuna
Panna
Bodhisattva: Siehe Bodhisatta
Verweise:
Siehe Bodhisatta
Buddha: Buddha (Pāḷi) bedeutet wörtlich Der Erleuchtete oder der Erwachte.
Der Buddha war ein Mensch, der aus eigner Kraft die vollkommene Befreiung vom Leiden (arahatschaft), aus eigener Erfahrung heraus vollständig selbst erreicht hat (samma-sam-bodhi)und durch seine besondere Fähigkeiten und Qualitäten in der Lage war die Befreiungslehre vollkommen und anwendbar für die auf dem Befreiungsweg praktizierenden darzulegen.
Im Puggalapaññatti heißt es:
Welcher Mensch gilt als Vollkommen-Erleuchteter (sammāsambuddho)? Da erkennt ein Mensch in den zuvor ungehörten Dingen selber die Wahrheit und erlangt darin die Allerkenntnis und in den Kräften die Meisterschaft. Diesen Menschen bezeichnet man als "Vollkommen-Erleuchteten".
Nach dem Visuddhimagga kommen dem vollkommenen Erleuchteten folgende Qualitäten zu:
  1. arahat-Qualität: Heiligkeit oder Befreitsein [arahat], hiermit ist
  2. samma-sam-bodhi-Qualität: vollkommen [samma]
    aus-sich-selbst-heraus [sam] Erleuchtet-Sein [bodhi]
  3. vijja-sarana-sampano-Qualtität: der im Wissen und Wandel
    Vollkommene [vijjasaranasampano],
  4. Wohlgefahrensein [sugatto],
  5. Weltenkenner der drei Welten [lokhavidu],
  6. Unvergleichliche Lenker der zu bezähmenden Wesen [unuttero purisadhamma sarati],
  7. Meister der Himmelswesen und Menschen [satta deva manusanam],
  8. Licht in der Welt sein [bodhi],
  9. Erhabensein [baghava]

Daw: (Burmesisch). Anrede für alle Frauen ab etwa 40 Jahren und auch für Nonnen, immer gefolgt vom Namen (den Namen allein zu nennen wäre unhöflich)
Dhammapada - Worte des Buddha zum Wahrheitsweg: Es ist ein Buch, das nicht nur in buddhistischen Ländern wohlbekannt und populär ist, sondern auch anderswo. Der Dhammapada ist eine Sammlung der Worte des Buddha, der grundlegenden und wesentlichen Prinzipien der Buddha-Lehre. Er besteht aus 423 Versen, in sechsundzwanzig vagga oder Kapiteln nach Themen angeordnet.

Vers 183 gibt die Lehren des Buddha in einer Nussschale wieder: Enthalte dich alles Bösen; fördere (entwickle) das Gute und läutere deinen Geist. Jede Strophe ist voll an Wahrheitsgehalt, der den Pfad des Wandelnden erhellt. Groß ist die Zahl der Dhammapada Verse, die ihren Weg in Schrifttum und Alltagsrede der Buddhisten gefunden haben. Man kann aus dem Dhammapada viel Unterstützung und Ermutigung, nicht nur für die spirituelle Entwicklung sondern auch für das Leben im Alltag, schöpfen.

Der Dhammapada beschreibt den Pfad, welchem der Wandelnde folgen sollte. Er stellt fest (in den Versen 277, 278 und 279), dass alle bedingten Dinge vergänglich und ohne Bestand sind; dass alle bedingten Dinge dem Leid unterworfen sind; dass alle Dinge (dhamma) ohne Substanz sind, unmöglich als jemandem zugehörig bezeichnet werden können. Wenn man mit Einsicht (Vipassana) die wahre Natur der Dinge sieht, zerfällt die Illusion vom Scharm und der Anziehungskraft der Fünf Aggregate. Solche Ernüchterung begründet den Pfad der Reinheit (Nibbana).
Vers 243 definiert die höchste Form der Befleckung als Verblendung (avijja) und erklärt, dass das Leiden in der Welt nur durch die Auslöschung des Begehrens und Verlangens nach sinnlichen Vergnügungen zu Ende gebracht werden kann. Gier, Hass und Verblendung werden als gefährlich wie Feuer beschrieben und werden sie nicht gebändigt, ist ein glückliches Leben jetzt und auch später nicht möglich.

Die beiden Extreme vermeidend, nämlich die Hingabe an sinnliches Vergnügen und die Praktik der Selbstquälerei, muss man dem Mittleren Pfad folgen, dem Edlen Achtfachen Pfad, um vollkommenen Frieden, Nibbana, zu erlangen. Die niederste Stufe (Sotapatti Magga) dieses vom Buddha gewiesenen Pfades zu erlangen, ist sogar dem Besitz der ganzen Welt vorzuziehen (V.178) Der Dhammapada betont, dass man sich ganz allein voran bringt oder verdirbt und kein anderer kann einem helfen, sich von den Befleckungen zu befreien. Nicht mal die Buddhas können Hilfe gewähren; sie können nur den Weg weisen und führen; man muss sich selber anstrengen (Zit. Tipitaka-Guide von, U Ko Lay).

Anmerkungen zu den Übersetzungen aus dem Pāḷi:
Im Buchhandel und im Web sind eine große Anzahl von Übersetzungen des Dhammapada von verschiedenen Autoren veröffentlicht. Die genaueste und wortgetreuste Übersetzung vom Pāḷi ins Deutsche ist die von Nyanatiloka. Sie enthält neben der Übersetzung ins Deutsche auch die Pāḷi-Version.
Verweise:
Bestellung im Web (deutsch/Nyanatiloka)
Dhammasangaṇi: Der Abhidhamma umfasst sieben Bücher. Das erste Buch des Abhidhamma ist das Buch der eine Analyse des Bewusstseins und der Materie.(Dhammasangaṇi). Es wurde von Nyanaponika ins Deutsche übersetzt und wird in Kürze von der Pāḷitext Society herausgegeben werden. Dieses Buch des Abhidhamma ist nicht ins Deutsche übersetzt. Zur Zeit ist nur die englischsprachige Version verfügbar.

Anmerkung:
Vergleiche auch → Abhidhamma
Dhammayana: Dhammayana, das Fahrzeug (Yana) der Lehre. Schulen des Buddhismus, in denen die Lehre des Buddha im Vordergrund steht: Dazu gehört der Theravada.
Verweise:
Hinayana
Dharma: Dharma (Sanskrit) bzw. Dhamma (Pāḷi) bedeutet wörtlich »das Tragende«. Gemeint ist die Lehre des Buddha, die Wahrheit und Gesetzmäßigkeit, die der Buddha erkannt, angewandt und gelehrt hat. Die Essenz der Lehre ist in den Vier Edlen Wahrheiten zusammengefasst. Die universelle Lehre wird in ihren Kennzeichen als wirklichkeitsgetreu, sichtbar, zeitlos, befreiend, anwendbar und von Weisen nachvollziehbar beschrieben.
Verweise:
Die universelle Lehre
Dhātukathā: Dhātukathā, Besprechung der achtzehn Elemente oder Faktoren der psychophysischen Vorgänge: Sehorgan, Form (Lichtwelle), Sehbewusstsein; Hörorgan, Schall(welle), Hörbewusstsein; Riechorgan, Ausdünstung, Riechbewusstsein; Schmeckorgan, Saft, Schmeckbewusstsein; Tastorgan, Tastbares, Tastbewusstsein; Geist, Vorstellbares, geistiges Bewusstsein. Dieses Buch des Abhidhamma ist nicht ins Deutsche übersetzt. Zur Zeit ist nur die englischsprachige Version verfügbar.

Anmerkung:
Vergleiche auch → Abhidhamma
Dīgha-nikāya: Sammlung der langen Lehrreden des Buddha. Diese Sammlung innerhalb des Suttanta Pitaka, Dīgha-nikāya benannt da sie aus vierunddreißig langen Reden des Buddha besteht, ist in drei Abschnitte unterteilt:

(a) Silakkhandha Vagga, der Abschnitt, die Moral betreffend,
(b) Maha Vagga, der grosse Abschnitt,
(c) Pathika Vagga, der Abschnitt, welcher mit der Rede
über Pathika, den nackten Asketen beginnt.

a) Silakkhandha Vagga Pāḷi. Abschnitt die Moral betreffend
Dieser Abschnitt enthält dreizehn Sutten, die ausführlich von verschiedenen Stufen von Moral handeln, nämlich niedere Moral, grundlegende Moral anwendbar für alle; mittlere Moral und höhere Moral, die hauptsächlich von Samanas und Brahmanen praktiziert wird. Er diskutiert sowohl die damals vorherrschenden falschen Ansichten als auch der Brahmanen Vorstellungen bezüglich Opfer und Kaste und verschiedene religiöse Praktiken, wie extreme Selbst-Erniedrigung.

b) Maha Vagga Pāḷi. Der große Abschnitt
Die zehn Reden in diesem Abschnitt sind einige der wichtigsten des Tipitaka, sie handeln von den historischen und biographischen wie auch doktrinären Aspekten des Buddhismus. Die berühmteste Sutta ist die Mahaparinibbana Sutta, die einen Bericht von den letzten Tagen und dem Dahinscheiden des Buddha, sowie von der Verteilung seiner Reliquien gibt. Mahapadana Sutta befasst sich mit kurzen Berichten von den letzten sieben Buddhas und der Lebensgeschichte des Vipassi Buddha. Bezüglich der Doktrin sind folgende zwei Sutten von Wichtigkeit: Die Mahaninda Sutta, welche die Verkettung von Ursache und Wirkung erklärt und die Mahasatipatthana Sutta, die von den vier Grundlagen beharrlicher Achtsamkeit und von praktischen Aspekten buddhistischer Meditation handelt.

c) Pathika Vagga Pāḷi
Dieser Abschnitt besteht aus elf kürzeren Reden vermischter Natur. Sie behandeln die Ablehnung des Buddhas von falschem und hartem Asketentum, wie es von den Anhängern vieler Sekten praktiziert wird; sie handeln auch vom periodischen Entstehen und Vergehen des Universums, von Berichten der Universal-Monarchen und den zweiunddreissig physiognomischen Merkmalen eines großen Mannes. Es gibt eine Rede, Singala Sutta, an einen jungen Brahmanen gerichtet, welche die Pflichten aufweist, die Mitglieder der menschlichen Gesellschaft zu erfüllen haben. Die beiden letzten Sutten, Sangiti und Dasuttara, sind vom Ehrenwerten Sariputta gehaltene Reden und sie umfassen Listen von Begriffen der Doktrin aufgeteilt nach Themen und numerischen Einheiten. Der Stil ihres Aufbaus unterscheidet sich von den andern Sutten des Abschnitts.
Verweise:
Bestellung im Web deutsche Version (K. Neumann)
Bestellung im Web englische Version
Text im Web
Text im Web (englisch/Maurice Welshe)
Dukkha: Leid/Leidhaftigkeit des Seins. Drei Arten werden unterschieden: 1. das körperliche oder geistig empfundene Leidensgefühl; 2. das Bedrücktsein aller Daseinsgebilde durch das immerwährende Entstehen und Vergehen; 3. das Leid infolge der Tatsache, dass alle angenehmen und glücklichen Gefühle durch ihre Vergänglichkeit den Keim des Leidens in sich tragen. Hauptwurzel des Leids ist das Begehren (Tanha).
Verweise:
Tanha
Einheit der Buddhisten: Einheit der Buddhisten bedeutet, dass die Buddhisten in der Kernlehre übereinstimmen. Dies kommt auch im gemeinsamen Bekenntnis zum Ausdruck. Die Betonung der Vielfalt in der Einheit bedeutet, dass in den unterschiedliche Praxisansätze, die sich in den unterschiedlichen Traditionen des Buddhismus - im Theravada und Mahayana - entwickelt haben eine Bereicherung gesehen wird. Sie alle haben die gleiche Lehre zur Grundlage und sind Mittel auf dem gemeinsamen Befreiungsweg.
Verweise:
Bekenntnis
Gesundheitsrausch: Eine der drei Arten des Rausches von den drei Arten des Rausches:
- Jugendrausch
- Gesundheitsrausch
- Lebensrausch
Gemeint ist das man von der Idee und dem Streben nach Gesundheit eingenommen ist und berauscht ist, so dass man die Dinge der Wirklichkeit nicht entsprechend sehen kann. Gesundheit ist jedoch nur eine vorübergehende Erscheinung im Dasein aller Lebewesen und ist dem Gesetzt der Allvergänglichkeit (anicca) unterworfen. Wenn unser Geist an der Gesundheit zu sehr anhaftet führt dass zu einer falschen Lebensortierung und der Angst vor der unvermeidlichen Veränderung im Dasein und nicht zur Befreiung des Geistes. Buddha warnt in diesem Zusammenhang die Mönche vor diesen Rausch, weil sie zur Verhaftung an den weltlichen Dingen führen und nicht zur Befreiung (Siehe Pāḷikanon A.III. 39b )
Verweise:
Verweis ins Internet(AIII 39b)
Guru: »(ehrwürdiger) Lehrer«, »spiritueller Meister«, der den Weg kennt und der einem suchenden Menschen den Sinn und Zweck des Daseins erklären kann, sowie auch den Weg zur Selbstverwirklichung, der aber auch die Gefahren und Hindernisse aufzeigt und bei deren Bewältigung hilfreich zur Seite steht.
Hamuduruwo: (Singhalesisch). Eine (von mehreren) respektvollen Anredeformen für buddhistische Mönche (Bhikkhu) in Sri Lanka.
Hamuduru:- sehr verehrt, aufgrund der Reinheit, die aus Zuflucht in Tisarana (Buddha, Dhamma, Sangha) resultiert wo :- endlos respektvoll (resultierend aus der Zuflucht in Tisarana)
Himmlisches Auge: Eines der sechs höheren oder magischen Geisteskräfte (abhiññā).
Hinayana: Hinayana:Kleines Fahrzeug bzw.minderes Fahrzeug Abschätziger Ausdruck von einigen Interpreten des Mahayana gegenüber den Schulen des ursprünglichen Buddhismus. Das Hinayana wird auch manchmal als südlicher Buddhismus; bezeichnet, da es vor allem in den südlichen Ländern Asiens verbreitet ist: Sri Lanka (Ceylon), Myanmar (Burma), Thailand, Laos, Kambodscha. Von 18 ursprünglichen Hinayana-Schulen ist der Theravada die einzig durchgängige, heute existierende Tradition, die die Originallehre authentisch bewahrt und verbreitet hat. Im Hinayana steht die Einzelerlösung durch eigene Anstrengung im Vordergrund, die am Besten auf dem monastischen Weg erreicht werden kann. Der Buddha wird nur als Lehrer und Wegweiser gesehen; den Weg gehen muss jeder selber. Das Ideal des Arahats wird betont und damit das Ziel Erlösung, Erleuchtung, Befreiung (Nibbana/Nirvana)..
Itivuttaka: Itivuttakam bedeutet wörtlich So (iti) Gesprochenes (vuttakam, nämlich etwas, das vom Buddha so gesprochen worden ist. Es handelt sich dabei um kurze Aussprüche, eben um das, was wir Aphorismen nennen.
Karma: »Wirken, Tat, Absicht«, kurz: der eine Wiedergeburt erzeugende oder den Charakter und Geschick der Wesen beeinflussende heilsame oder unheilsame Wille, sowie die damit verbundenen Geistesfaktoren. Gewirkt wird mittels Taten, Worten oder auch nur Gedanken, und was einem widerfährt ist das Resultat, die »Frucht« von früher Gewirktem.
Karuna: Mitgefühl ist einer der vier göttlichen Verweilungszustände (brahmavihara).
Kathāvatthu: Kathāvatthu, Besprechungen über streitige Punkte der Lehre und über die Irrlehren der im zweiten Jahrhundert nach Buddha bestehenden siebzehn Sekten (s. Dipavamso). Dieses Buch wurde von Moggaliputta-Tissatthero verfasst und auf dem von König Asoka zusammengerufenen dritten Konzil zu Pataliputtam, im Jahre 309 v. Chr., vorgetragen.

Anmerkung:
Vergleiche auch
→ Abhidhamma
Khuddaka-nikāya: Khuddaka-Nikāya enthält von den fünf Nikaya die größte Anzahl an Abhandlungen (wie unten aufgelistet) und die zahlreichsten dhamma-Kategorien. Obwohl das Wort "Khuddaka" buchstäblich "kleiner" oder "gering" bedeutet, kann der tatsächliche Inhalt dieser Sammlung auf keinen Fall als kleiner angesehen werden, nachdem sie die beiden Haupt-Abschnitte des Pitaka, nämlich den Vinaya Pitaka und den Abhidhamma Pitaka, gemäß einem Klassifikationssystem einschließt. Der gemischte Charakter dieser Sammlung erklärt wohl ihren Titel, nachdem sie nicht nur die Reden des Buddha enthält sondern Zusammenstellungen kurzer, doktrinärer Anmerkungen, vorwiegend in Versform, Berichte persönlicher Mühen und Leistungen der Thera und Theri, ebenfalls in Versen, die Geburtsgeschichten, die Geschichte des Buddha, etc. Nachfolgend die Liste der Abhandlungen:
(a) Vinaya Pitaka
(b) Abhidhamma Pitaka
© Sutten, die nicht in den ersten vier Nikaya enthalten sind:

(1) Khuddaka Patha(7) Petavatthu
(13) Apadana|(2) Dhammapada(8) Theragatha
(14) Buddhavamsa|(3) Udana(9) Therigatha
(15) Cariya Pitaka|(4) Itivuttaka(10) Jataka(16) Netti

Klöster / Meditation: Siehe Meditation im Ausland.
Verweise:
Siehe Meditation im Ausland.
Konzile: Die zeitlose Befreiungslehre und der praktische Weg des Buddha wurde durch den ursprünglichen bzw. Theravāda-Buddhismus originalgetreu und umfassend bis in die Neuzeit in Form des Pāli-Kanon übertragen. Zur Bewahrung der Original-Lehre wurden große Anstrengungen unternommen. Wichtigstes Mittel für die richtige Tradierung der Lehre war die Abhaltung von Konzilen - Zusammentreffen der bedeutendsten Vertreter des Buddhismus - zur Sichtung der umfassenden authentischen Quellen der Buddhalehre. Insgesamt fanden bis heute sechs Konzile zu unterschiedlichen Zwecken statt.

1. Buddhistische Konzil, 483 vor unser Zeitrechnung (v.ZR.). in Rājagaha (Indien).
- Zweck:
Erste Dokumentation der zeitlosen Botschaften des Buddha nach seinem Tod. Die Dokumentation erfolgte durch Auswendiglernen der Lehre bzw. Wiedergabe aus der auswendig gelernten Lehrinhalte (Rezitation). Ziel war es, die Lehre authentisch festzuhalten und Verfälschungen der Botschaft der Befreiungslehre durch Änderungen, Hinzufügungen oder Weglassen zu vermeiden.
- Ort und Dauer:
Rājagaha (Indien) und Dauer: 7 Monate
- Thema:
Dokumentation der Ordensregeln und der Lehrinhalte durch gemeinsame Rezitation
- Beteiligte/Rollen:
Mahākassapa: Führung der Sangha und Leitung des Konzils
Upāli: Referierung / Rezitation der Ordensregeln (vinaya)
Ānanda: Referierung des dhamma (Lehre) des Buddha
Alle Beteiligte Mönche des Konzils: Korrekturen, Ergänzungen und Abstimmung
- Verfahren
Mahākassapa fragte Upāli auf die Ordensregeln (vinaya) ab, und danach den Bhikkhu Ānanda auf die Lehre (dhamma). Erhob niemand in der Konzil-Versammlung Einspruch, dann wurden die referierten Äußerungen als korrekt wiedergegeben und als kanonisch anerkannt. Anwesende Mönche konnten darüber hinaus Ergänzungen machen. Niedergeschrieben wurden der so festgelegte Kanon nicht; er wurde dem Gedächnis eingeprägt und später durch Vorsprechen und Wiederholungen an jüngere Mönche weitergegeben.
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2. Buddhistische Konzil, 383 v. unserer Zeitrechnung in Vesāli (Indien).
- Zweck
Unstimmigkeiten über die Einhaltung von ethischen Regeln für Ordinierte. Bei einigen Vajjī Mönchen von Vesāli hatte sich der Brauch eingebürgert Laienbekenner zu Goldspenden aufzufordern und diese dann unter den Mönchen aufzuteilen. Der Gelehrte Revata bekam von den Regelverstößen berichtet und nahm zum Ziel die Reinheit der Vinaya-Regeln wiederherzustellen, indem er ein Konzil von siebenhundert Mönchen aus allen Teilen des Landes nach Vesāli einberief.
- Ort und Dauer: Vesāli (Indien) und Dauer: 7 Monate
- Thema:
Beim 2. Konzil wurden die Regelverstöße öffentlich vorgetragen und die Regelverstöße öffentlich verurteilt.
Ziel des Konzils war es, die Ordensdisziplin und das genaue Festhaltens an der Überlieferung der Lehre des Buddha zu sichern, keine Neuerungen aufkommen zu lassen. Die Konzilteilnehmer nannten sich zur Betonung dieser Punkte die Theravadins "Bekenner der alten Lehre". Die Vajjī Mönche von Vesāli organisierten ein Gegenkonzil "Das Große Konzil (mahāsaṅghīti) und betonten die Neuerungen.
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3. Buddhistische Konzil, 251 v. unserer Zeitrechnung. in Pāṭaliputta (Indien).
- Zweck:
Die Zersplitterung der Ordenseinheit nach dem Konzil, die durch die Abspaltung der Mahāsāṅghikas von den Theravadins eingetreten war, führte zur Bildung von 17 nicht-theravadischen Schulen und war Anlass im 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechung der Anlass, ein Drittes Konzil abzuhalten.
- Ort und Dauer: Pāṭaliputta (Indien) und Dauer: 9 Monate
Zur damaligen Zeit regierte der große Buddhismus-Unterstützer Kaiser Asoka.
- Thema:
- Systematisierung der Lehre des Buddha
- Abgrenzung der Lehre gegenüber Irrlehren
Das Buch "Moggaliputta" über die 254 irrigen Ansichten wurde aufgenommen, was dann später in das Abhidhamma dem Kattavatthu (Buch der Kontroversen)aufging.
- Ordnung der Lehre nach äußeren Gesichtspunkten in fünf Sammlungen
Länge Sammlung für längere Reden, Mittlere Sammlung für mittlere Reden, Gruppierte Sammlung
für thematische Reden, Angereihte Sammlungen für Lehrreden, die nach Anzahl der Themen
Gegenstände sortiert werden können in Einzer-Buch, Zweier-Buch, … bis Elfer-Buch.
Es wurden das Textmaterial nochmals sortiert und wichtige Stichworte der Lehrreden wurden erklärt.
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4. Buddhistische Konzil, ca. 1. - 2. Jh. n. Chr..
- Anlass
Unter dem Kusāna-Herrscher Kaniska (1. oder 2. Jh. nach unser Zeitrechnung.?), wurde das Vierte Buddhistisches Konzil einberufen. Damals gab es schon 18 Schulen des Buddhismus. Führend waren beim Konzil die Sarvāstivādins. Der Kanon wird hier das erste Mal schriftlich fixiert.
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5. Buddhistische Konzil, 1871 n. Chr. in Mandalay (Burma)
- Anlass:
Eingravierung des Pāḷikanons in 729 Marmortafeln. Sie wurden im Bereich der Kuthodaw-Pagode (Mahalokamarajin-Pagode) in der 1857 von Mindon neu gegründeten Hauptstadt Mandalay aufgestellt.
Die Tafeln sind heute noch vorhanden.
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6. Buddhistische Konzil , 1954-1956 n. Chr. in Rangun (Burma).
- Anlass
Der sechste Konzil versuchte Unstimmigkeiten zwischen den bekannten Abschriften zu bereinigen. Grundlage dafür waren die Version des Pāḷikanon aus dem 5. Konzils in Mamor und verschiedene andere Versionen.
Verweise:
Geschichten zum 1. Konzil
Geschichten zum 2. Konzil
Geschichten zum 3. Konzil
Geschichten zum 4. Konzil
Geschichten zum 5. Konzil
Geschichten zum 6. Konzil
Koyin: (Burmesisch): Sāmaṇera; wird als Rufname ohne Namenszusatz verwendet
Kruba: (Thai). Gebräuchliche Form der Anrede für Waldmönche im Nordosten Thailands
Längere Sammlung (Pāḷikanon): Siehe unter Dīgha-nikāya
Lehre des Buddha: Buddhas universelle Lehre (dhamma) ist wirklichkeitsgetreu, jederzeit sichtbar, zeitlos wirksam, befreiend, anwendbar und von Weisen aus eigener Erfahrung und Kraft nachvollziehbar. Wirklichkeitsgetreu bedeutet, dass sie die Gesetzmäßigkeiten zur Entstehung und zur Befreiung vom Leiden realistisch, d. h. in Übereinstimmung mit der Wirklichkeit beschreibt. Jederzeit sichtbar bedeutet, dass sie aus eigener Erfahrung sichtbar ist und anhand der uns jederzeit verfügbaren Daseinswirklichkeit nachvollzogen werden kann. Zeitlos ist die Lehre, weil sie sich in Kernaussagen auf Gesetze des Daseins bezieht, die an keine Zeit gebunden sind. Das Kennzeichen "Befreiend" bedeutet, dass sie, wenn richtig angewendet, einem zur Befreiung führt. Anwendbar bedeutet, dass sie von jedem der dazu bereit ist, angewendet werden kann. Von Weisen aus eigener Kraft im inneren nachvollziehbar bedeutet, dass sie mit keinem Besitzanspruch verbunden ist, sondern diese im inneren aus eigener Erfahrung und Kraft nachvollzogen werden kann, wenn man eine entsprechende Weisheit in seinem Geist entwickelt hat. Die Kerninhalte der Lehre sind in den Vier Edlen Wahrheiten beschrieben.
Verweise:
Vier Edlen Wahrheiten
Loku-Hamuduruwo: (Singhalesisch). Wie oben, jedoch eine Anredeform nur für den Hauptmönch eines buddhistischen Tempels.Loku- :- Ein Präfix, das Groß-, Haupt-, Dienstälterer-, Ober-, bedeutet.
Luang Pi: (Thai). "Ehrwürdiger älterer Bruder"; die jüngere Fassung davon, üblicherweise nur von Laien gebraucht
Luang Por: (Thai). "Ehrwürdiger Vater"; weniger formal für jemanden ab 35-40, von Mönchen und Laien gebraucht.
Erläuterung: Luangpoh (bzw. Luangpho, Luang Por) Mönch, (große) Buddha-Statue.
Dieses Wort wird für ältere, angesehene Mönche verwendet und drückt eine liebevolle Wertschätzung aus. Beispielsweise wird Ajahn Sumedho, der 70-jährige Abt des englischen Klosters Amaravati, mittlerweile häufig als Luang Por (Sumedho) bezeichnet. Luang bedeutet als Adjektiv königlich, öffentlich, offiziell, als Hauptwort Regierungs-, Haupt- ... Es ist ein Wortelement, das dazu benützt wird um Rang auszudrücken. Poh (Poo, Pho, Por) [gesprochen mit offenem o, wie in Post, aber gedehnt (langer Vokal)] bedeutet Vater oder Papa. Somit sind in dieser Wortverbindung königlicher Respekt mit der Rolle des Vaters und familärer Nähe kombiniert.
Andere Verbindungen mit Luang sind Luangta (bzw. Luang Ta) und Luangpi (Luang Phi). Ta (Taa bzw. Dtaa) bedeutet Großvater (mütterlicherseits), alter Mann, Auge. Pi (Pii, Phi) bezeichnet ein älteres Geschwister. Luangta wird daher verwendet, wenn ein geschätzter Mönch älter ist, als ein Luangpoh und Luangpi, wenn er entsprechend jünger ist.
Ma: (Burmesisch). Anrede für alle Mädchen und jungen Frauen (bis etwa 40 Jahre) und auch für junge Nonnen, immer gefolgt vom Namen (den Namen allein zu nennen wäre unhöflich)
Maechi: (Thai). Nonnen mit meist 8, selten 10 Regeln in Thailand – sie haben keine pabbajjā-Ordination und werden als Upasikas (Laienanhängerinnen) betrachtet
mahābhūta: Die großen Elemente sind die vier "Hauptelemente". Sie sind liegen aller körplichen Phänomen zugrunde in der Form von Festigkeit (Erd-Element), Kohäsion (Wasser-Element), Temparatur (Feuer-Element) und Bewegung (Wind-Element).
  1. Das Element der Ausdehnung ist das Erd-Element. Dieses ist das fundamentale Prinzip bzw. die Basis von Materie. Es besteht in verschiedenen Abstufungen verschiedener Art wie z. B. Härte, stärker Härte, Festigkeit, größerer Festigkeit, Weichheit, stärker Weichheit, Plastizität, stärker Plastizität und so weiter

  2. Das Element der Kohäsion ist das Wasser-Element (Pali: apo-dhātu); das ist die Kraft des Zusammenhalts von materiellen Qualitäten, wodurch sie etwas zu einer Masse oder Klumpen formen. Da sind offentlich verschiedene Arten von Kohäsion.

  3. Das Element der Hitze (Temparatur) ist das Feuer-Element (Pāḷi: tejo-dhātu) ; das ist die Kraft zu brennen , zu entflammen oder etwas zum reifen zu bringen. Die reifende Qualität ist von zwei Arten: a)als Qualität von Hitze und b) als Qualität von Kälte.

  4. Das Element von Bewegung ist das Wind-Element (Pāḷi: vajo-dhātu); das ist die Kraft zum stützen oder widersetzen. Es bsteht in vielen Arten wie stützen, widersetzen, befördern, vibrieren, verstreuen und so weiter.

Alle Materie ist eine Kombination - in unterschiedlichen Verhältnissen - von diesen vier Eigenschaften.
Mahasanghika: Angehörige der großen Gemeinde. Spalteten sich 100 Jahre nach Buddhas Tod (383 v. Chr.) von den Theravadins (Angehörige der Schule der Alten) ab und behaupteten, in der Mehrheit zu sein. Die Mahasanghikas werden als Vorläufer des Mahayana angesehen.
Mahāthera: (Pāḷi): Bezeichnung für einen Bhikkhu, der länger als zwanzig Jahre dem Orden angehört; wird vorwiegend für Mönche, die in Sri Lanka oder Indien ordiniert haben, verwendet.
Mahātherī: Pāḷi): weibliche Entsprechung zu Mahāthera und gilt für Bhikkhunīs.
Mahayana: Großes Fahrzeug«. Entwickelte sich etwa um die Zeitwende aus der Schule der Mahasanghikas. »Großes Fahrzeug« heißt es auch, weil es durch seine Vielfältigkeit an eine große Anzahl von Menschen wendet und alle Wesen erlösen will.
Das Mahayana wird auch manchmal als »nördlicher Buddhismus« bezeichnet, da es vor allem in den nördlichen Ländern Asiens verbreitet ist: Tibet, Mongolei, China, Japan, Korea, Vietnam. Dem Mahayana eigen ist die Auffassung des transzendenten Charakters des Buddha. Das Bodhisattva-Ideal und der Begriff der Leerheit (Sunyata) wird betont.

Weitere Verweise:
Schulen des Buddhismus
Majjhima-nikāya: Sammlung der Reden des Buddha von mittlerer Länge
Diese Sammlung der Reden mittlerer Länge besteht aus einhundert-fünfzig Sutten in drei Büchern, als pannasa bekannt. Das erste Buch, Mulapannasa, befasst sich mit den ersten fünfzig Sutten in fünf vaggas, das zweite Buch, Majjhimapannasa, besteht aus den zweiten fünfzig Sutten, ebenfalls in fünf vaggas, und die letzten zweiundfünfzig Sutten werden in fünf vaggas im dritten Buch, Uparipanassa, abgehandelt, was mehr als fünfzig heißt.
Die Reden in diesem Nikaya werfen viel Licht auf die sozialen Ideen und Institutionen jener Tage und liefern allgemeine Informationen über das ökonomische und politische Leben.
Verweise:
Bestellung im Web (deutscher Version/K. Zumwinkel)
Bestellung im Web (englische Version /Bhikkhu Bodhi)
Text im Web (deutsch/Neumann)
māna: māna: Dünkel, Stolz, Ansicht, Meinung, Einbildung, ist eine von den an den Kreislauf des Daseins kettenden 10 Fesseln (siehe samyojana). Er schwindet erst beim Eintritt in die Vollkommene Heiligkeit oder Arahatschaft. Zu māna gehören die drei Formen:
- (Gleichheits-)Dünkel (māna): ,Ebenso bin ich'
- Minderwertigkeitsdünkel (omāna): ,Schlechter bin ich'
- den Überlegenheitsdünkel (atimāna): ,Besser bin ich'
Diesen dreifachen Dünkel hat man zu überwinden. Hat aber der Mönch . . . diesen dreifachen Dünkel überwunden, so, sagt man, hat er durch rechte Dünkeldurchschauung dem Leiden ein Ende gemacht.« (A.VI.49).
Solche Asketen und Priester, die mit Hinsicht auf den vergänglichen, elenden, dem Wechsel unterworfenen Körper, das Gefühl, die Wahrnehmung, die Geistesformationen und das Bewusstsein, meinen: ‘Besser bin ich', oder ‘Ebenso bin ich' oder ‘Schlechter bin ich', meinen dies eben bloß infolge des Nichterkennens der Wirklichkeit.« (S.22.49).
Siehe auch Sn v. 342 mit Anm.
Meditation im Ausland in Meditationsklöstern: Intensive Meditationsanleitungen unter versierten Meditationslehrern sind besonders in Klöster im Ausland möglich. Besonders erfahrene Meditationslehrer finden sich insbesondere in Burma, Thailand und Sri Lanka.
Verweise:
1. Burma
2,Thailand
3.Sri Lanka
Mönch: Ein Mönch ist ein Ordensangehöriger, d.h. Mitglied des Saṅgha, welcher die Mönchsregeln auf sich genommen hat. Dazu gehören ethische und asketische Regeln wie z. B. das Zölibat. Die Regeln für Mönche sind im Vinaya des Pāḷikanon dokumentiert (siehe dazu palikanon.com: Vinaya). Ziel des Mönchslebens ist es, durch eine vom weltlichen Leben abgeschiedene Lebensweise die spirituelle Befreiungspraxis zu intensivieren. Im Saṅgha gibt es eine höhere und niedere Ordination in Form von Bhikkhu und Sāmaṇera.
Mudra: Das Mudra ist eine typische Körperhaltung oder symbolische Geste, mit welcher in der buddhistischen Ikonografie eine Buddhafigur dargestellt wird. Diese Gesten stellen zum Teil natürliche Haltungen dar oder auch symbolisieren sie bestimmte Aspekte der buddhistischen Lehre. Eine besondere Bedeutung haben Mudras im Mahayana, wo sie zusammen mit der Rezitation von Mantras kultische Handlungen begleiten. Sie können dabei helfen bestimmte innere Zustände zu verwirklichen, indem sie deren körperliche Ausdrucksformen vorwegnehmen. Auch tragen sie dazu bei, eine Verbindung zwischen dem praktizierenden Menschen und dem in der jeweiliger Umgebung visualisierten Buddha herzustellen.
Nibbana/Nirvana: Nibbana (Pāḷi) bzw. Nirvana (Sanskrit) bedeutet »Erlöschen«. Höchstes und letztes Endziel im Buddhismus. Nibbana ist eine letztendliche, überweltliche Realität, frei von Entstehen und Vergehen, die es zu erfahren gilt. Es ist die restlose, unumkehrbare Befreiung von allen Fesseln und unheilsamen Wurzeln, insbesondere von Gier, Hass und Verblendung, die absolute Leidfreiheit. Nibbana ist der Ausstieg aus Samsara, dem Kreislauf der Wiedergeburten. Nibbana kann bei Lebzeiten erlangt werden – dann ist es das Erlöschen der Geistestrübungen und Leidenschaften – und im Tod ist es das restlose Erlöschen auch aller Daseinsgruppen bzw. aller geistiger und körperlicher Prozesse. Darüber hinaus bedeutet Nirvana im Mahayana auch Freiheit von Bindungen an Illusionen und Begierden, Erfahrung des Eins-Seins mit dem Absoluten, der Einheit von Samsara mit dem Transzendenten, Aufhören allen Unterscheidens und aller Trennungen.
Nonne: Eine Nonne ist ein Ordensangehörige, d.h. Mitglied des Saṅgha, welcher die Nonnenregeln auf sich genommen hat. Dazu gehören ethische und asketische Regeln wie z. B. das Zölibat. Die Regeln für Nonnen sind im Vinaya des Pāḷikanon dokumentiert (siehe dazu palikanon.com: Vinaya). Ziel des Nonnenlebens ist es, durch eine vom weltlichen Leben abgeschiedene Lebensweise die spirituelle Befreiungspraxis zu intensivieren. Im Saṅgha gibt es eine höhere und niedere Ordination in Form von Bhikkhunī und Sāmaṇerī. Besonderheiten: Nach dem Abreißen der Ordinationslinie der Bhikkhunīs haben sich in den verschiedenen theravāda-buddhistischen Ländern besondere Formen entwickelt wie Sīlashin (Myanmar), Maechi (Thailand), Sīlamāta (Sri Lanka), die nicht als Mitglied des Saṅgha gezählt werden. Die höhere Ordination zur Bhikkhunī wurde erst neuerdings in Sri Lanka wiedereingeführt und ist jedoch in anderen traditionellen Theravāda-Ländern wie Myanmar und Thailand umstritten bzw. (noch) nicht anerkannt.
Novize / Novizin: Ein Novize – lateinisch Neuling – ist ein Ordensangehöriger auf Probe, der noch keine öffentlichen Gelübde abgelegt hat. Da keine Ordination im Sinne des Vinaya vorliegt, sind Novizen nicht mit der Ordinationsform von Sāmaṇera und Sāmeṇerī gleichzusetzen.
Pāḷi: Pāḷi heißt eigentlich 'der Text'. Pāḷi ist die Sprache der Urschriften des Buddhismus.
"Die Sprache, in der das Buddha-Wort [mündlich] vom Rajagaha Konzil (480 v.Chr.)(1. Konzil) kanonisiert wurde, war Pāḷi, eine gehobene Form des Maghadi, die mundartliche Formen mied und ihr Vokabular durch Ausdrücke aus verwandten Sprache Indiens angereichert hatte. Das Pāḷi war eine Verkehrssprache, die nur der Gebildete sprach, die aber auch der einfache Mann verstand. Die nordindischen Herrscher benutzten sie als Verwaltungs- und Gerichtssprache, weswegem sie dem Raja-Sohn Siddhattha Gotama von Jugend an geläufig war. Auch Upali und Ananda sprachen sie vermutlich fließend. Im Gegensatz zum Pāḷi war Sanskrit weniger im Alltag als in Brahmanenkreisen zu Hause. Dies war der Grund, warum der Buddha das Ansinnnen zweier Brahmanen, den Dhamma in Sanskrit und in Verse zu fassen, abgelehnt und verfügt hatte: »Ich ordne an, das Buddhawort in seiner (d.h. Gotamas) eigenen Sprache zu lernen«(Cv 5,33,1) (Siehe W. Schumann. Der historische Budda. Diederichs. München 1982."

Die Pāḷitexte des Pāḷikanon wurden in Schriftform in der Silbenschriftart Devanagari im vierten Konzil dokumentiert, nachdem die Texte bereits im dritten Konzilin den drei Teilen - Vinaya, Suttana, Abhidhamma - in Sammlungen systematisiert und genaustens dokumentiert wurden.

In der Neuzeit wurde die Textsprache Pāḷi in die lateinischen Schriftart (Romanized Pāḷi) von Rhys Davids von der Palitext Society transkribiert . Die Transkribierung beinhaltet eine Zuordnung-Konvention von Devanagari-Zeichen zu entsprechenden lateinischen Zeichen. Zu den üblichen lateinischen Zeichen wurden noch Pāḷisonderzeichen wie z. B. ā, ī, ū, ḍ, ṅ, ṇ, ṭ, ṁ etc. (Siehe Pāḷisonderzeichen im Glossar)hinzugefügt. Mit der neu transkribierten Schriftart von Pāḷi (romanized Pāḷi) wurde die Möglichkeit geschaffen, dass auch im Westen Pāḷi-Studien in der uns gewohnten lateinische Schriftart erfolgen können.

Wichtige Links
Pāḷi und Buddhismus Wikopedia
Pāḷi-Alphabet: Das Pāḷi-Aphabet besteht aus 41 Zeichen:
a, ā, i, ī, u, ū, e, o, ṁ, k, kh, g, gh, ṅ, c, ch, j, jh, ñ, ṭ, ṭh, ḍ, ḍh, ṇ, t, th, d, dh, n, p, ph, b, bh, m, y, r, l, ḷ, v, s, h

Das Pāḷi-Aphabet besteht aus 8 Vokalen, dem niggahīta (ṁ) und 32 Konsonanten:
1) Vokale: a, ā, i, ī, u, ū, e, o
2) Niggahīta: ṁ
3) Konsonaten: k, kh, g, gh, ṅ, c, ch, j, jh, ñ, ṭ, ṭh, ḍ, ḍh, ṇ, t, th, d, dh, n, p, ph, b, bh, m, y, r, l, ḷ, v, s, h

Weitere Verweise:
  1. Pāḷi-Sprache allgemein

  2. Aussprache der Pāḷi-Zeichen

  3. Fonts für Textverarbeitung in Pāḷi-Schrift

  4. Pāḷi-Sonderzeichen und Verschlüsselung im Unicode und in HTML

Pāḷiaussprache:

Vokalea,ā i,īu,ūeo
KonsonatenVerschlusslaute
stimmlos unaspiriert
Verschlusslaute
stimmlos aspiriert
Verschlusslaute
stimmhaft unaspiriert
Verschlusslaute
stimmhaft spiriert
Nasale
Kehllautekkhggh
Gaumenlautecchjjhñ
Zerebrallaute ṭh ḍh
Zahnlaute tth d dh n
Lippenlautepph b bh m
Halbvokaleyv
Liquide r l
Zischlaute s
Hauchlaute h


Erklärungen zur Aussprache
1. Vokale: Es gibt kurze und lange. Kurze sind a, i, u und lange ā, ī, ū sowie e, o.
E und o sind jedoch kurz, wenn sie vor Doppelkonsonanten stehen, wie in den deutschen Namen Otto und Etta. Die Vokallängen müssen genau eingehalten werden, weil sonst Missverständnisse entstehen.

2. Nasalvokale
sind aṃ, iṃ und uṃ. Sie werden wie nasaliertes ang, ing und ung ausgesprochen. Beispiel: Das Pāli-Wort taṃ = dies. Es wird wie das französische Wort „temps“ ausgesprochen.

3. Konsonanten: Es gibt Verschlusslaute und Nasale, stimmlose und stimmhafte, aspirierte und unaspirierte. Um welche es sich jeweils handelt wird ersichtlich, wenn wir uns die Lauttabelle in senkrechter Ordnung ansehen.
4. Abweichend vom Deutschen werden ausgesprochen:
ṅ wie ng. Es erscheint nur vor k, kh, g oder gh. Beispiele: caṅkama = der Wandelgang; sprich: tschang-kama saṅkhāra = der Daseinsfaktor; sprich: ssang-khāra aṅga = das Glied; sprich: ang-ga saṅgha = die Gemeinschaft; sprich: sang-gha
c wie tsch in „Tscheche“,
j wie dsch in „Dschungel“,
ñ wie spanisch „España“,
ṭ, ḍ, ṇ, ḷ sind Zerebrallaute. Bei ihnen wird die Zunge an den oberen Gaumen gepresst, höher als im Deutschen,
t, d, n, l sind dagegen Dentallaute. Bei ihnen wird die Zunge an die obere Zahnreihe gepresst.
y wie deutsches j,
v wie w,
s ist stimmlos wie deutsches ß oder ss.


Aspirierte Konsonanten sind kh, gh, ch, jh, ṭh, ḍh, th, dh, ph und bh.
Das h muss deutlich mitgesprochen werden, ansonsten entstehen Missverständnisse. Aspirierte Konsonanten gelten als Einzel-, nicht als Doppelkonsonanten.
Beispiele: kh wie in Bank-haus,
gh wie in Berg-hof,
ch wie in klatsch-haft,
jh wie in jhāna = die Versenkung; sprich dsch-hāna,
ṭh und th wie in Alt-haus, jedoch zerebrales ṭh und dentales th unterscheiden!
ḍh und dh wie in schad-haft, ebenfalls Zerebral- und Dentallaut unterscheiden!

Doppelkonsonanten werden wie im Italienischen doppelt ausgesprochen.
Beispiele: cakka = das Rad; sprich: tschak-ka,
akkhara = der Buchstabe; sprich: ak-khara,
acchinna = weggenommen; sprich: at-tschhinna,
Buddha; sprich: Bud-dha (dentales d!)

Zu beachtende Grundregeln:
1. kurze und lange Vokale unterscheiden
2. aspirierte und unaspirierte Konsonanten unterscheiden
3. vom Deutschen abweichende Laute beachten
4. Doppelkonsonanten doppelt aussprechen

Wenn wir diese Grundregeln beachten, dürfte uns eine verständliche Aussprache des Pāli bald gelingen.
Pāḷifonts: Um Pāḷi-Sonderzeichen plattformunabhängig im Internet abzubilden ist es sinnvoll unicode-konforme Fonts zu verwenden.
1. ALLGEMEINES ZUM UNICODE
Der Unicode ist der internationaler Standard, in dem langfristig für jedes sinntragende Zeichen bzw. Textelement aller bekannten Schriftkulturen ein digitaler Code festgelegt wird.
Der Unicode:
  • vermeidet das Problem "unterschiedlicher inkompatiblen Kodierungen von Zeichen" in den unterschiedlichen Ländern und Fonts (Unterschiedliche Zeichencodes bzw. Verschlüsselungen für gleiche Zeichen)
  • ist plattformunabhängig universell im Internet einsetztbar ist z. B. für Industriegrößen wie Apple, HP, IBM, JustSystem, Microsoft, Oracle, SAP, Sun, Sybase, Unisys und vielen anderen.

2. UNICODE-KONFORME PALI-FONTS
Nicht alle Unicode-konformen Fonts enthalten jedoch alle Pāḷi-Sonderzeichen oder Umlaute.
(Unicode-konform bedeutet lediglich: Jedes Zeichen hat einen eindeutigen und einheitlichen Code entsprechend dem Unicode-Standard; der Zeichenvorrat des Fonts kann jedoch unterschiedlich eingeschränkt sein!). Unicode-konforme Fonts, die alle Pāḷi-Zeichen und alle Umlaute abbilden sind z. B.:
Tahoma Der Font enthält alle Sonderzeichen in Pali und wird standardmäßig mit Windows 2000 oder XP mitgeliefert.Tahoma ist eine serifenlose Linear-Antiqua-Schrift, die 1995 von Matthew Carter für Microsoft entworfen wurde. Sie ist nahezu identisch mit der Verdana, hat aber einen geringeren Buchstabenabstand und der Umfang der Unicode-Unterstützung wurde vergrößert. Falls mit dieser Web-Seite Probleme mit der Darstellung der Sonderzeichen haben laden sie diesen Font herunterladen und kopieren ihn unter dem Verzeichnis "\windows\fonts " auf ihren Computer.Freier Download
MS Arial UnicodeMS Arial Unicode ist ein sehr umfassender Code mit ca. 40.000 alphabetischen und ideographischen Zeichen; er wird mit Windows 2000 oder XP mitgeliefertKein freier Download
VU ArialEntspicht dem Arial-Font jedoch mit einem eingeschränkteren Zeichenvorrat. Er enthält jedoch alle Pali- und Sanskrit-Sonderzeichen.Freier Download
VU TimesEntspicht dem Times-Font jedoch ergänzt um alle Pali- und Sanskrit-Sonderzeichen.Freier Download
CN TimesEntspicht dem Times-Font jedoch ergänzt um alle Pali- und Sanskrit-Sonderzeichen.Freier Download

3. INSTALLATION AUF DEM PC IN SCHRITTEN:
  1. Herunterladen des entsprechenden fonts
  2. Kopieren des fonts in das Unterverzeichnis "/windows/fonts"

4. WEITERE WICHTIGE VERWEISE:

Pālikanon: Die Lehre und der praktische Weg des Buddha wurde durch den Theravāda-Buddhismus originalgetreu und umfassend bis in die Neuzeit in Form des Pāli-Kanon übertragen. Zur Bewahrung der Original-Lehre wurden große Anstrengungen unternommen. Wichtigstes Mittel für die richtige Tradierung der Lehre war die Abhaltung von Konzilen - Zusammentreffen von Realisierten und/oder bedeutender Kenner der Buddhalehre - zur Sichtung der umfassenden authentischen Quellen. Insgesamt fanden bis heute sechs Konzile zu unterschiedlichen Zwecken statt.

Konform mit den Ergebnissen der Konzile ist der Pāḷikanon die geprüfte und authentische Dokumentation des Buddhawortes in drei Teilen:

  1. Ordensregeln der Mönche und Nonnen - Vinaya :Für die Mönche wurden 227 Regeln(Bhikkhu-Patimokkha) gegeben, für die Nonnen 311 (Bhikkhuni-Patimokkha).
  2. Gesammelten Reden des Buddha oder seiner Hauptschüler zu unterschiedlichsten Gelegenheiten - Die fünf Sammlungen des Sutten-Kanons
  3. Systematische Lehre. Hier werden die Lehren des Buddha und seiner Hauptschüler analysiert, geordnet und systematisiert. -Die Sieben Bücher des Abhidhamma


Sämtliche Original-Quellen des Pālikanons sind in der Pāli-Sprache geschrieben. Während Suttenkānon bereits ins Deutsche übersetzt ist, ist der Vinaya und Abhidhamma bis heute noch unübersetzt (Ausnahme: Puggalapaññati).

Wichtige Verweise:

Pāḷikanon - Wichtige Links: Grundlagenwerk der Theravada-Schule und des Dhammayana. Älteste schriftliche Fixierung des Buddhismus aus dem ersten Jahrhundert v. Chr., auf Palmblättern in der Sprache Pali und in singhalesischen Schriftzeichen niedergeschrieben. Pali ist vermutlich die Sprache, in der der Buddha lehrte. Der Pali-Kanon gliedert sich in drei Bereiche oder Körbe (siehe Tipitaka): 1. Vinaya (Ordensregeln), 2. Suttanta (Lehrreden), 3. Abhidhamma (systematisierte, höhere Lehre).

Wichtige Links
1)www.palikanon.com: Große Teile des Palikanons in deutscher Sprache Online
2)Pali Tipitaka-Projekt-VRI (Vipassana Research Institut):Enthält der Chattha Sangayana (Sechstes Konzil, 1954-1956) Ausgabe des Tipitakas, von der Myanmar-Aufdruckausgabe abgeschrieben.
3)Unter www.metta.lk/tipitaka findet man den Palikanon in Englisch und
in Pali (singhalesischen Fassung der Sri Lanka Buddha Jayanti Tipitaka Series).
4) Bestellung einer CD-ROM:
a)Chattha Sangayana (Sechster Konzil) Tipitaka-CD (Vipassana Forschungsinstitut) enthält die Chattha Sangayana (Sechster Konzil, 1954-1956) Ausgabe des Tipitakas, von der Myanmar-Aufdruckausgabe abgeschrieben.
b) BUDSIR -- buddhistische Schriften-Informationswiedergewinnung (Mahidol University, Thailand) ist ein CD-ROM, welche die thailändische Ausgabe vom Pali Tipitaka und Atthakatha (Kommentare) in Romanized-Schrift enthält. Kosten: über US$300.
5)Tabellarische Palikanon- und Kommentar-Übersicht (detailliert nach Büchern und Übersetzern)
6)Palifonts für Palischrift
Pāḷikanon-Quellen-Übersicht: Übersicht über den Pāḷi-Kanon
Bedingtes Entstehen: Daseinskreislauf
Der Palikanon setzt sich aus drei Körber zusammen:
I. Der Ordensdisziplin
II. Den Lehrreden
III. Der systematischen Lehre des Abhidhamma

I. Vinaya-piṭaka = Korb der Ordensdisziplin
1. Pārājika Pāḷi (Suttavibhaṅga I) = Wichtigste Ordensregeln
2. Pācittiya Pāḷi (Suttavibhaṅga II) = Geringfügigere Ordensregeln und Nonnen-Regeln
3. Mahāvagga Pāḷi = Ordensgeschichte
4. Cūḷavagga Pāḷi = Weitere Regeln (2. Konzil)
5. Parivāra Pāḷi = Appendix

II. Sutta-piṭaka (Suttanta) = Korb der Lehrreden
1. Dīgha-nikāya = Längere Sammlung
2. Majjhima-nikāya = Mittlere Sammlung
3. Samyutta-nikāya = Gruppierte Sammlung
4. Aṅguttara-nikāya = Angereihte Sammlung
5. Khuddaka-nikāya = Kürzere Sammlung
5.01 Khuddaka-pāṭha = Kürzere Texte
5.02 Dhammapada = Wahrheitspfad
5.03 Udāna = Feierliche Aussprüche
5.04 Itivuttaka = So-Gesprochenes
5.05 Sutta-nipāta = Sammlung der Bruchstücke
5.06 Vimānavatthu = Geschichten aus den Himmeln
5.07 Petavatthu = Geschichten aus dem Gespensterreich
5.08 Theragāthā = Sprüche der Mönche
5.09 Therīgāthā = Sprüche der Nonnen
5.10 Jātaka = Wiedergeburtsgeschichten
5.11 Niddesa = Erklärung(en)
5.12 Paṭisambhidāmagga = Weg des analytischen Wissens
5.13 Apadāna = Heiligen-Legenden
5.14 Buddhavaṃsa = Chronik der Buddhas
5.15 Cariyā-piṭaka = Wandel-Korb: Die Vorleben des Buddha
5.16 Netti * = Belehrung über die Schriften Studierender
5.17 Peṭakopadesa * = Buch der (methodischen) Leitung
5.18 Milindapañhā * = Die Fragen des Königs Milinda

III. Abhidhamma-piṭaka = Korb der höheren Lehre
1. Dhammasaṅgaṇī = Kompendium der Dinge
2. Vibhaṅga = Buch der Analyse
3. Dhātukathā =. Buch der Elemente
4. Puggala-paññatt = Bestimmung von Individuen, Buch der Charaktere
5. Kathāvatthu = Diskussion kontroverser Lehrmeinungen
6. Yamaka = Buch der Paare
7. Paṭṭhāna = Bedingungs-Beziehungen

* werden nicht in allen Theravāda-Schulen als kanonisch angesehen
Verweise:
Texte im Internet unter www.palikanon.com
Pāḷi-Sonderzeichen-Unicodes: Die Angabe von Uni-Code in HTML erfolgt mit & und der Angabe des Hexa-Codes z. B. mit "&x#0100" oder in dezimaler Form mit "& #256" für Ā.
Pali-SonderzeichenHexadezimalDezimalHtml-Notation (hexadezimal)Html-Notation (dezima)
Unicode-Bereich|Ā0100256 "Ā""& #256"
Lateinisch-Erweitert A|ā0101257 "ā" "& #257"
Lateinisch-Erweitert A|Ī012A298 "Ī" "& #298"
Lateinisch-Erweitert A|ī012B299 "ī" "& #299"
Lateinisch-Erweitert A|Ū016A362 "Ū" "& #362"
Lateinisch-Erweitert A|ū016B363 "& #x016B" "& #363"
Lateinisch-Erweitert A|Ḍ1E0C7692 "Ḍ" "& #7692"
Lateinisch-Zusatz(erweitert)|ḍ1E0D7693 "ḍ" "& #7693"
Lateinisch-Zusatz(erweitert)|Ḷ1E367734 "Ḷ" "& #7734"
Lateinisch-Zusatz(erweitert)|ḷ1E377735 "ḷ" "& #7735"
Leiteinisch-Zusatz(erweitert)|Ṁ1E407744 "Ṁ" "& #7744"
Lateinisch-Zusatz(erweitert)|ṁ1E417745 "ṁ" "& #7745"
Lateinisch-Zusatz(erweitert)|Ṃ1E427746 "Ṃ" "& #7746"
Lateinisch-Zusatz(erweitert)|ṃ1E437747 "ṃ" "& #7747"
Lateinisch-Zusatz(erweitert)|Ṅ1E447748 "Ṅ" "& #7748"
Lateinisch-Zusatz(erweitert)|ṅ1E457749 "ṅ" "& #7749"
Lateinisch-Zusatz(erweitert)|Ṇ1E467750 "Ṇ" "& #7750"
Lateinisch-Zusatz(erweitert)|ṇ1E477751 "ṇ" "& #7751"
Lateinisch-Zusatz(erweitert)|Ṭ1E6C7788 "Ṭ" "& #7788"
Lateinisch-Zusatz(erweitert)|ṭ1E6D7789 "ṭ" "& #7789"
Lateinisch-Zusatz(erweitert)|Ñ00D1209 "Ñ" "& #209"
Lateinische-1-Zusatz|ñ00F1241 "ñ" "& #241"Lateinisch-1-Zusatz

Ā;ā;Ī;ī;Ū;ū;Ḍ;ḍ;Ḷ;ḷ;Ṁ;ṁ;Ṃ;ṃ;Ṅ;ṅ;Ṇ;ṇ;Ṭ;ṭ;Ñ;ñ;
Pāḷitext-Societys-Pāḷi-English-Dictionary: Wörterbuch der Pali Text Society.
T. W. Rhys Davids, William Stede, editors, The Pali Text Society’s Pali–English
dictionary. Chipstead: Pali Text Society, 1921–5. 8 parts [738 pp.].
Reprints include: London: Luzac, 1966.
Mit 160.000 Zitaten von Buddhistischen Schriften.
A Guide to World Language Dictionaries by Andrew Dalby.
London: Library Association Publishing, 1998.

Web-Seite: (hier)
Pañña: Erkennen, Einsicht, Wissen, Weisheit« umfasst ein weites Gebiet. Als das zum Achtfachen Pfad gehörende spezifisch buddhistische Wissen bezeichnet man das sog. Hellblickswissen (vipassana-panna), d.h. die Durchschauung aller Daseinsgebilde als vergäng­lich, leidhaft und unpersönlich.
Parajika Pāḷi (1. Buch des Vinaya Pitaka):
Nach dem Palikanon-Führer von U KO LAY:
Parajika Pali, das erste Buch des Vinaya Pitaka, gibt eine ausführliche Erklärung der wichtigen Disziplin-Regeln bezüglich Parajika und Samghadisesa, als auch Aniyata und Nissaggiya, welche kleinere Verstöße darstellen.

a) Parajika Verstöße und Strafen.
Die Parajika Disziplin besteht aus vier Sätzen von Regeln, die festgelegt wurden um vier schwere Verstöße zu verhindern. Wer immer diese Regeln überschreitet, scheitert in seinem Vorsatz ein bhikkhu zu werden. In der Sprache des Vinaya verfällt er dem Parajika Apatti; er verliert automatisch seinen Status als bhikkhu; er wird nicht mehr als Mitglied der Gemeinschaft der bhikkhus anerkannt und ihm wird nicht gestattet erneut bhikkhu zu werden. Er muss entweder als Laienanhänger in das häusliche Leben zurückkehren oder er fällt zurück auf den Status eines samanera, eines Novizen.

Jemand der den Status als bhikkhu wegen Überschreitung einer dieser Regeln verloren hat, wird (i) wie eine Person, deren Kopf vom Körper getrennt wurde; sie wird nicht mehr lebendig, selbst wenn der Kopf wieder mit dem Körper verbunden wird; (ii) wie Blätter, die von den Zweigen eines Baumes fielen; sie werden nicht mehr grün, auch wenn sie wieder an ihre Stengel geheftet werden; (iii) wie ein flacher Stein der gespalten wurde; er lässt sich nicht mehr ganz machen; (iv) wie eine Palmenkrone, die von ihrem Stamm geschnitten wurde; sie wird mie mehr weiterwachsen.

Vier Parajika Verstöße, die zum Verlust
des Status als bhikkhu führen.

(i) Das erste Parajika: Ein bhikkhu der sich dem Geschlechts-
Verkehr hingeben sollte, verliert seinen Status als bhikkhu.

(ii) Das zweite Parajika: Ein bhikkhu der mit der Absicht zu
stehlen etwas nimmt, das nicht gegeben wurde, verliert
seinen Status als bhikkhu.

(iii) Das dritte Parajika: Ein bhikkhu der mit Absicht einen
Menschen des Lebens beraubt, verliert seinen Status als
bhikkhu.

(iv) Das vierte Parajika: Ein bhikkhu der behauptet Verwirk-
lichungen erreicht zu haben, die er nicht wirklich besitzt,
nämlich Verwirklichung von jhana oder Magga und Phala
Erkenntnis, verliert seinen Status als bhikkhu.

Wer einen Parajika Verstoß begeht, ist eines sehr schweren Vergehens schuldig. Er ist kein bhikkhu mehr. Sein Verstoß, Apatti, ist nicht mehr gutzumachen.
Pāramī: »(höchste) Vollkommenheiten«, d.h. die Tugenden, die ein Bodhisattva während seiner Laufbahn vervollkommnet. Die Vollkommenheiten werden in den Kommentaren und späteren Werken behandelt. Es sind: Gebefreudigkeit (dana), Sittlichkeit (sila), Geduld (khanti), Tatkraft (viriya), Meditation (jhana), Weisheit (pannâ).
pariññā: Volles Verstehen. Buddha hat die Stufen der Einsicht durch ein dreistufiges Verfahren offenbart, die auch dem Prozess der Einsichtsmeditation entsprechen (Vgl. auch Vis. M. XX, 3 oder Nyanarama, Sieben Stufen der Einsicht).

1) ñāta-pariññā = Volles Verstehen im Wissen
Mit ñāta-pariññā sind zwei Formen von Weisheitserfahrungen verbunden:
a) nāmarūpa-pariccheda-ñāṇa
Hierzu gehört die Erkenntnis aus der Einsichtsmeditation, dass Materie eine Art der Realität ist und Geist eine andere. Dieses Stadium ist bekannt als das Wissen von der Unterscheidung von Geist und Materie (nāmarūpa-pariccheda-ñāṇa). Mit diesem gereinigten Wissen zusammen entsteht die gereinigte Einsicht: „es gibt in Wirklichkeit nur Geist und Materie, kein selbständiges Wesen, nichts wirklich Persönliches." Dem gemäß wird dieses Stadium auch als Läuterung der Ansicht (ditthi-visuddhi) bezeichnet.
b)paccayapariggaha-ñāṇa
Ausweitung des Verstehens auf die die verantwortlichen Bedingungen zur Erzeugung der geistigen und materiellen Phänomene. Es entsteht das Wissen hinsichtlich des Erkennens der Bedingungen (paccayapariggaha-ñāṇa). Durch klare Vergegenwärtigung, wie lebende Wesen als eine Serie von Ursachen und Wirkungen existieren, merzt der Meditierende in diesem Stadium alle Zweifel betreffs der Existenz von Wesen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aus. Dieses hat die nächste Hauptstufe des Fortschritts zur Folge: Läuterung durch Zweifelsüberwindung (kankhāvitarana-visuddhi).
Dieses vollendet die Stufe der Betrachtung. Was im Grunde genommen passiert, besteht darin, dass der Meditierende die besonderen Eigenschaften (paccatta-lakkhana) von jedem dieser zum Meditationsobjekt gehörenden bedingten Phänomene erkennt und dem gemäß beginnt, sich zu vergegenwärtigen, dass es im endgültigen Sinn kein Wesen oder Individuum gibt, sondern nur eine Fortsetzung von bedingten, in einer ursächlichen Kette vorkommenden Phänomenen. Dieses Stadium wird als volles Verständnis des Erkannten (ñāta-pariññā) bezeichnet.

2) Volles Verstehen in der Untersuchung
Einsichtswissen in die drei Charakteristiken (anicca, dukkha, anatta)der geist-körperlichen Phänomene (nama + rupa), die sich in Ursachen-Wirkung-Serie fortsetzen. Mit dem Verstehen in der Untersuchung sind drei Formen von Weisheitserfahrungen verbunden:
a)sammasana-ñāṇa: Er beginnt zu realisieren, dass die Phänomen durch und durch mit dem Merkmal der Unbeständigkeit (anicca) geprägt sind, weil sie einer ständigen Entstehung und Auflösung unterliegen. Er vergegenwärtigt sich, dass all diese Phänomene, die wegen dieser Unbeständigkeit dem Elend und der Furcht unterworfen sind, mit Leiden (dukkha) durchsetzt sind. Da es kein wirkliches Wesen in diesem unbeständigen und erbärmlichen geistig-physischem Prozess gibt, keinen Kern, der als ein Selbst angesehen werden könnte, folgert er, dass es ein Nicht-Selbst (anattā) ist. Dieses anfängliche Begreifen des Faktes, dass alle Gestaltungsgruppen nach Prüfung ausnahmslos durch diese drei Merkmale - Unbeständigkeit, Leidhaftigkeit und Selbstlosigkeit - geprägt sind, wird das Verständniswissen (sammasana-ñāṇa) genannt.
b)taruna-udayabbaya-ñāṇa: Mit der weiteren Reifung des Verständniswissens beginnt der Meditierende klar zu sehen, wie alle Gestaltungen, auf die er sich konzentriert, mit ihren Ursachen und Bedingungen direkt vor seinen Augen entstehen und zerfallen. Darauf bezogen stellt er fest, dass die drei Merkmale unveränderlich gültig sind. Das ist das ungereifte Stadium des Wissens vom Auf- und Untergang der Phänomene (taruna-udayabbaya-ñāṇa).
c) balava-udayabbaya-ñāṇa: Zu diesem Zeitpunkt können die Unreinheiten der Einsicht (vipassan´upakkilesa), wie z.B. das Erscheinen von Licht, offenbar werden. Der Meditierende realisiert, dass das Getäuschtwerden durch diese Unreinheiten ein Abweichen vom richtigen Pfad der Meditationsentwicklung darstellt und dass der richtige Pfad das Festhalten am gewählten Meditationsobjekt ist. Das ist die Läuterung von Wissen und Einsicht hinsichtlich von Pfad und Nicht-Pfad (maggāmaggañāṇadassana-visuddhi). Wenn er die Unreinheiten der Einsicht durch klare Unterscheidung zwischen Pfad und Nicht-Pfad beseitigt, dann dämmert ihm ziemlich kraftvoll das ausgereifte Wissen bezüglich des Auf- und Untergangs der Phänomene (balava-udayabbaya-ñāṇa). Das ist der Anfang der Läuterung des Wissens und der Einsicht vom Weg (patipadāñāṇadassana-visuddhi).




3) Volles Verstehen in der Überwindung
Paticcasamuppada:
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»Bedingtes Entstehen« ist die Lehre von der Bedingtheit aller das sogenannte individuelle Dasein ausmachenden körperlichen und geistigen Phänomene. Sie bildet eine unumgängliche Voraussetzung für das eigentliche Verständnis der buddhistischen Lehre. Die zumeist benutzte zwölfgliedrige Formel des bedingten Ententstehens lautet in Kürze: Durch Unwissenheit bedingt sind die Karmaformationen, dadurch das Bewusstsein, dadurch das Körperlich-Geistige, dadurch die sechs Grundlagen, dadurch der Bewusstseinseindruck, dadurch das Gefühl, dadurch das Begehren, dadurch das Anhaften, dadurch der Werdeprozess, dadurch die Wiedergeburt und dadurch Altern und Sterben. Der Buddha lehrte das bedingte Zusammenentstehen um zu zeigen, dass es durch die Unwissenheit und Ver­blendung zu diesem gegenwärtigen Dasein und Leiden gekommen ist, und wie es nach der Aufhebung von Unwissenheit und dem dadurch bedingten Begehren und Anhaften zu keiner neuen Wiedergeburt mehr kommt und so der Stillstand des Daseinsprozesses und die Erlöschung alles Leidens verwirklicht wird. In der buddhistischen Lehre gibt es demnach keinen blinden Zufall. Alles was geschieht ist also gesetzmäßig, d.h. in Abhängigkeit von Bedingungen. Andererseits sollte die Lehre vom bedingten Entstehen nicht als Fatalismus aufgefasst werden.



Bedingtes Entstehen wird in verschieden Varianten dargestellt (Siehe Tabelle):


Drei
Lebenzeiten
Zwölf
Glieder
Zwanzig
Erscheinungsformen
Drei
Verknüpfungen
Vier
Gruppen
vergangen 1. Unwissenheit
2. Karmaformationen
5 Ursachen:
1. Unwissenheit
2. Begehren
3. Anhaften
4. Werdeprozess
5. Karmaformationen





1. Vergangenheit
(x) Gegenwart





2. Gefühl
(x) Begehren




3. Gegenwart
(x) Zukunft
1
gegenwärtig 3. Bewußtsein
4. Geistiges/Körperliches
5. Bewußtseins-
   grundlage
6. Bewußtseineindruck
7.Gefühl
5 Wirkungen:
1. Bewußtsein
2. Geistiges/Körperliches
3. Bewußtseins-
   grundlagen
4. Bewußtseinseindruck
5. Gefühl
2
8. Begehren
9.Anhaften
10.Werdeprozess
5 Ursachen:
1. Unwissenheit
2. Begehren
3. Anhaften
4. Werdeprozess
5. Karmaformationen
3
zukünftig 11. Wiedergeburt
12. Altern und Sterben
5 Wirkungen:
1. Bewußtsein
2. Geistiges/Körperliches
3.Bewußtseins-
   grundlagen
4. Bewußtseinseindruck
5. Gefühl
4


Im einzelnen gibt es die folgenden Bedingungsglieder (vgl.Ven. Sayadaw U Thittila):


1. Unwissenheit (avicca): ist der erste Faktor. Unwissenheit von was? Bezüglich der Vier EdlenWahrheiten, des Paticcasamuppada, unserer eigenen Vergangenheit und Gegenwart. Wenn wir wirklich die Vier Edlen Wahrheiten realisieren würden, müssten wir Weisheit und Nibbana erlangen. Der Kreislauf des Paticcasamuppada behandelt nur weltliche Zustände, weil wir ja noch weltliche Wesen sind, und keine überweltlichen, in denen Nibbana das Objekt des Bewusstseins ist. Als 'gemeine Weltlinge'kreisen wir Runde um Runde im Strudel, ohne den Ausweg zu finden.

Um den Ausstieg zu entdecken, müssen wir die Vier Edlen Wahrheiten kennen. Die Wahrheit vom Leiden hat jeder schon vom Beginn seines Lebens an im Mutterleib erfahren. Die Wahrheit von der Ursache des Leidens: die Ursache ist Begehren, Verlangen nach Existenz, Gier nach diesem und jenem. Die Wahrheit vom Ende des Leidens, von der Befreiung von Leiden: das ist Nibbana. Die Wahrheit vom Weg, der zum Ende des Leidens führt: das ist der Achtfache Pfad. Wenn man die Vier Edlen Wahrheiten wirklich kennt,nicht nur theoretisch, sondern voll realisiert, kann man aus dem Kreislauf herauskommen.



2. sankhara (Aktivitäten): Nach Unwissenheit kommt in dem Kreislauf als nächstes sankhara. Sankhara wird verschieden übersetzt - wörtlich heißt es Tun,Handeln. Gemeint sind Aktivitäten, vor allem geistige. Aufgrund von Unwissenheit begehen wir manchmal gute Handlungen, aber meistens schlechte, denn meistens handeln wir aus den Wurzeln Gier und Hass. Aus Verblendung sehen wir nicht, was richtig und falsch ist. So handeln wir aus blindem Nicht-Wissen heraus meist unheilsam, normalerweise aus einem Mögen und Wünschen heraus, das bedeutet auf der Grundlage von Gier. Wir werden von Gier geleitet. Wir mögen ständig dieses und jenes und das andere, die ganze Zeit wollen und begehren wir. Und warum? Wegen unserer Unwissenheit, weil wir das Resultat von Gier nicht verstehen, den Einfluss oder die Kraft von Gier nicht kennen. Wenn wir nicht bekommen, was wir wollen, sind wir enttäuscht, frustriert, werden ärgerlich und wütend.

Insgesamt sind es zwölf Faktoren im Kreislauf des Paticcasamuppada und drei Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Als Beginn haben wir Unwissenheit (avijja) erwähnt. Auf gute Resultate hoffend, handeln wir - das ist sankhara. Diese beiden
Momente gehören der Vergangenheit an, und sie haben uns hierher in diese Welt gebracht. Die Ursache, dass wir hier sind, war
gutes Karma (kamma) in der Vergangenheit, waren heilsame Handlungen, die wir früher begangen haben, z.B. Geben, Essen-Spenden, Einhaltung ethischer Regeln oder ein paar heilsame Gedanken.



3.(Wiedergeburts-)Bewußtsein (vinnana):Aufgrund von sankhara entsteht der dritte Faktor, vinnana, Wiedergeburtsbewusstsein in dieser Welt. Vinnana gehört zur gegenwärtigen Zeitperiode, und zwar in den Bereich der Resultate, da es als Ergebnis, als Auswirkung von vergangenem avijja-sankhara entsteht. Vinnana meint hier nicht alle Arten von Bewusstsein, sondern das Wiedergeburtsbewusstsein nach dem Tod, welches das gegenwärtige Leben mit dem vergangenen koppelt.


4. Nama und rupa (Geist und Körper): Bewusstsein kann nicht für sich alleine bestehen, es ist immer mit einigen Geistesfaktoren (cetasika) verbunden, die mit ihm zusammenwirken. Und da Bewusstsein Geist ist, kann es nicht alleine existieren, es braucht einen Körper als Ergebnis vergangener Handlungen. So haben wir Geist und Körper, nama und rupa, den vierten Faktor des Kreises.


5. Sinnesgrundlagen: Aufgrund von Geist und Körper finden sich fünftens die sechs Sinnesgrundlagen (salayatana). Dabei gibt es fünf äußere Sinnesgrundlagen: Seh-, Hör-, Riech-, Schmeck- und Körper- bzw. Tastgrundlage. Sie werden auch Tore (dvara) genannt, weil es zwei Richtungen gibt. Z.B. nehmen wir durch das “Augen-Tor” ein sichtbares Objekt auf und lassen es auch durch das "Augen-Tor" wieder los, und deshalb hat das Auge zwei Funktionen: Kommen und Gehen. Und es ist eine “Grundlage”, weil darauf Bewusstsein funktionieren kann. Die sechste Sinnesgrundlage ist eine innere Grundlage bzw. ein inneres Tor: das “Geist-Tor. Es stellt zugleich unsere Lebenslinie (bhavanga) dar, die uns von Geburt zu Geburt führt, die Runde um Runde diesem Rad folgt. Als physische Grundlage für das Denken wird das Herz genannt.


6. phassa (Kontakt):Entsprechend dieser sechs Grundlagen kommt es zu Kontakt (phassa, dem sechsten Faktor des Kreises, auch als Eindruck oder Auftreffen bezeichnet: Kontakt zwischen einem äußeren Sinnesobjekt und dem zugehörigen Sinnesorgan. Beispielsweise entsteht zwischen einem sichtbaren Objekt und dem Auge bei richtiger Entfernung und genügend Licht Kontakt, das sichtbare Objekt trifft auf die Sinnesgrundlage des Auges. Entsprechend verhält es sich mit einem Geräusch und der Hör-Grundlage des Ohres. Im Abhidhamma ist das genau erklärt. Abhängig von den fünf Sinnestoren und dem Geist-Tor haben wir Kontakt. Wenn irgend etwas den physischen Körper berührt, dann entsteht Kontakt durch das Körper-Tor (Berührung).


7. vedana (Gefühlstönung):Aufgrund von Kontakt fühlt man nun, Gefühl (vedana) entsteht, der siebte Faktor. Wenn Kontakt z.B. mit einem Berührungsobjekt durch das Körper-Tor stattfindet, fühlt man. Wenn die Berührung sanft ist, mag man ein angenehmes Gefühl empfinden, wenn sie grob ist, ein unangenehmes. Oder Gefühl ist neutral.

Avijja-sankhara betraf die Vergangenheit. Die fünf Faktoren von Wiedergeburtsbewusstsein (vinnana) bis einschließlich Gefühl
(vedana) gehören der Gegenwart an. Aufgrund der Vergangenheit werden wir in diesem Leben geboren mit Wiedergeburtsbewusstsein, Geist und Körper, und den sechs Sinnesgrundlagen, durch die Kontakt und deshalb Gefühl entsteht. Diese fünf sind also das gegenwärtige Resultat aus unseren vergangenen, aus Unwissenheit begangenen Handlungen.


8. tanha (Begehren):Bei angenehmem Gefühl entsteht Mögen und Begehren (tanha), der achte Faktor des Kreises. Ohne Gefühl kann keine Gier entstehen. Wenn wir z.B. etwas Angenehmes sehen oder hören, mögen wir es und müssen es unbedingt haben, meinen, nicht ohne es sein zu können. Begehrliches, meist egoistisches Verlangen entsteht. Der Paticcasamuppada lehrt generell, dass Gier aus Gefühl entsteht - aber wie verhält es sich bei unangenehmen Gefühlen? Wie können wir Gier nach etwas haben, wenn wir es nicht mögen? Der Visuddhimagga erklärt das an einem Beispiel: Wenn wir krank sind und starke Schmerzen haben, kommt trotzdem Gier auf, weil wir nämlich das Verlangen haben, diesen Schmerz loszuwerden. So folgt auf angenehme und unangenehme Gefühle in jedem Fall Begehren.

Manche arme Menschen möchten reich sein - das ist Begehren. Reiche Menschen möchten noch reicher sein - also Gier bei den
Armen, Gier bei den Reichen. Je mehr man bekommt, desto mehr wünscht man, wird gieriger und gieriger. Dieses Begehren im
gegenwärtigen Leben gehört nicht mehr zum Resultat-Bereich. Wir kommen jetzt zu einer neuen Sache, zu einer frischen Aktivität,
die das tut, begeht, produziert, was die Ursache für unsere Zukunft ist und als Ergebnis unsere Zukunft hervorbringen wird.
Mit tanha beginnt hier der gegenwärtige, verursachende Bereich. Wenn wir versuchen wollen, aus dem Kreislauf des Lebensrades
auszusteigen, müssen wir hier ansetzen und frei von Begehren werden.



9. updana (Anhaftung):Wenn erst einmal Begehren entstanden ist, dann folgt als neunter Faktor Anhaftung (upadana). Der Unterschied zwischen tanha (Begehren, Gier) und upadana (Anhaftung) ist, dass tanha erst ein gewöhnlicher, schwacher Wunsch ist, während das Begehren in upadana überwältigend wird und so tief verwurzelt ist, dass wir anhaften.



10. bhava (Werden):Auf Anhaftung folgend entsteht Werden (bhava), der zehnte Faktor. Wir beginnen damit, neue, frische karmische Energie für zukünftige Leben zu erwerben. Bhava hat zwei Aspekte: kamma-bhava, Handlung, die Resultate akkumuliert, und upapatti-bhava, das Resultat, das zu einer Wiedergeburt tendiert. Mit anderen Worten: Aufgrund unseres Begehrens und unserer Anhaftung agieren wir jetzt, üben gegenwärtige Handlungen aus (kamma-bhava), das heißt, wir bereiten die zukünftige Geburt bzw. Wiedergeburt vor (upapatti-bhava)

Tanha, upadana und bhava gehören zur Zeitperiode der Gegenwart, aber nicht als Ergebnisse vergangener Taten, sondern als
gegenwärtige Taten, die die Zukunft bedingen und entstehen lassen.



11. jati (Geburt):Unser gegenwärtiges Handeln bereitet unsere künftige (Wieder-)Geburt (jati)vor, den elften Faktor. Wenn wir dieses Leben beendet haben, dann wird als zukünftiges Ergebnis die nächste Geburt kommen. Was aber dabei geboren wird oder entsteht, sind nichts anderes als die fünf Faktoren, die im Diagramm als Resultate in der Gegenwart bezeichnet sind: (Wiedergeburts-) Bewusstsein, Geist & Körper, Sinnesgrundlagen, Kontakt und Gefühl. Die Kombination dieser fünf wird Mann oder Frau genannt. Und diese fünf werden geboren, sterben und werden wiedergeboren, unaufhörlich.



12. Alter und Tod (jaramarana), der zwölfte Faktor, ist das Ende des Lebens. Ganz natürlich folgen darauf Sorge, Jammer, Schmerz, Kummer und Verzweiflung (soka, parideva, dukkha, domanassa, upayasa)
Verweise:
Paticcasamuppada. Discourse by Mahasi Sayadaw
Paṭṭhāna: Paṭṭhāna, über die Entstehung der materiellen und geistigen Zustände gemäß der 24 Abhängigkeitsbedingungen, wie: Motiv, Vorstellung, Prädominanz, zeitliche Kontiguität, Co-Existenz, Antecedenz, Ursache, Wirkung usw.. Das siebte Buch ist nicht ins Deutsche übersetzt.

Anmerkung:
Vergleiche auch → Abhidhamma
Pfad - der Pfad zur Befreiung: d
Verweise:
Siehe Achtfacher Pfad
Phra oder Pra: (Thai). Eigentlich der meistverwendete Ausdruck für Mönch; von Skt/Pāli für "vāra"- 'vorzüglich, hervorragend'. In Verbindung mit einem Eigennamen ist es in Thailand das Standardwort um auszudrücken, dass es sich bei der betreffenden Person um einen buddhistischen Mönch handelt.
Puggalapaññatti: Puggalapaññatti, Beschreibung der Individuen je nach ihren hervorstechenden Charakterzügen.

Anmerkung:
Vergleiche auch
→ Abhidhamma
Puttaro: (Burmesisch): Anagārika, Hausloser mit 8 oder 10 Regeln
Sāmaṇera: (Pāḷi) Mönch mit der niedrigeren Ordination (pabbajjā) und 10 Regeln (+ zusätzlich den 75 Übungs-Regeln) wie im Vinaya niedergelegt. Meist als Vorbereitungsstufe zum Bhikkhu für noch nicht 20-jährige Anwärter.
Sāmaṇerī: Pāḷi) Nonne mit der niedrigeren Ordination (pabbajjā) und 10 Regeln (+ zusätzlich den 75 Übungs-Regeln) wie im Vinaya niedergelegt. Meist als Vorbereitungsstufe zur Bhikkhunī.
sammā-sambuddha: Nach dem Visuddhimagga heißt es: Als 'Allerleuchteter' (sammā-sambuddha) aber gilt er, weil er alle Dinge richtig (sammā) und 'aus sich selbst heraus' (sāmam) 'erkannt' (buddha) hat. Ja, völlig erleuchtet ist er hinsichtlich aller Dinge, denn die zu erkennenden Dinge (Leiden) hat er erkannt, die zu durchschauenden Dinge durchschaut, die zu überwindenden Dinge (Leidensentstehung: Begehren) hat er überwunden, die zu verwirklichenden Dinge (Leidenerlöschung: Nirwahn), hat er verwirklicht, und die zu entfaltenden Dinge (Pfad) hat er entfaltet. Eben deshalb heißt es (Snp. 558):

Was zu erkennen ist, hab' ich erkannt
Entfaltet, was da zu entfalten ist,
Verwunden das zu Überwindende,
Drum, Priester, der Erleuchtete ich bin.

Ein sammā-sambuddha hat zuvor noch niemals die Lehre gehört, sondern vollständig selbst aus-sich-selbst heraus erkannt.
Samsara: Wörtlich: »Wanderung«. Kreislauf der Existenzen bzw. der Wiedergeburten. Durch das Ursache- und Wirkungsgesetz des Karma sind wir an den unbefriedigenden, leidvollen Daseinskreislauf gebunden. Die Gesetzmäßigkeit wird im »Bedingten Entstehen« (Paticca-Samuppada) erklärt. Ein Ausstieg ist nur durch die Auflösung der Ursachen (Gier, Hass, Verblendung) möglich, oder in anderen Worten durch das Erlangen von Nibbana/Nirvana.
Samyutta-nikāya: Diese Sammlung von Reden im Suttanta Pitaka, bekannt als Samyutta Nikaya, umfasst 7762 Sutten unterschiedlicher Länge, im Allgemeinen kurz, nach den betreffenden Themen in besonderer Reihenfolge in fünf große Unterteilungen geordnet:
(a) Sagatha Vagga,
(b) Nidana Vagga,
(c) Khandha Vagga,
(d) Salayatana Vagga und
(e) Maha Vagga.
Jedes größere Vagga ist in fünfundsechzig Gruppen, als samyuttas bekannt, unterteilt - verwandte Themen sind zusammengelegt. Die samyuttas sind nach den Themen benannt, von welchen sie handeln, zum Beispiel, Bojjhanga Samyutta über die Sieben Erleuch-tungsfaktoren oder nach einigen Haupt-Persönlichkeiten, wie dem Ehrenwerten Sariputta, König Pasenadi von Kosola oder Sakka. Kosala Samyutta ist eine Gruppe von Reden, den König Pasenadi von Kosala betreffend und Devata Samyutta handelt von devas, wie Sakka, Indra, Brahma, etc. Jede samyutta ist noch weiter in Abschnitte aufgeteilt, die sich aus individuellen Sutten zusammensetzen. So ist die wohlbekannte Dhammacakkappavattana Sutta die erste Rede (sutta) im zweiten Abschnitt der Sacca Samyutta, die im Mahavagga- Teil der Samyutta Nikkaya aufgeführt ist. In den folgenden Auszügen aus der Samyutta Nikaya werden nur wenige Sutten repräsentativ für jeden grösseren Abschnitt behandelt.


Zu (a) Sagatha Vagga Samyutta Pali
Dieser größere Abschnitt des Sagatha Vagga Samyutta Pali enthält elf samyuttas mit Reden, die nach den darin erscheinenden Figuren gegliedert sind, dem König der devas, den devas, Brahma, Mara, dem König von Kosala, bhikkhus und bhikkhunis. Der Name des Vagga, Sagatha, wird von der Tatsache hergeleitet, dass verschiedene in den Reden erscheinende Persönlichkeiten ihre Dialoge oder Interviews mit dem Buddha vorwiegend in Versform führten.


Zu (b) Nidana Vagga Samyutta Pali
Dieser zweite größere Abschnitt des Nidana Vagga Samyutta Pali enthält zehn samyuttas, die alle von grundlegenden Aspekten der Doktrin handeln. Die Reden beschäftigen sich hauptsächlich mit den Prinzipien der Bedingtheit und gegenseitigen Abhängigkeit, die in der detaillierten Formel erklärt werden, die "Paticcasamuppada", bedingte Entstehung oder Zusammenentstehung in Abhängigkeit, genannt wird und aus zwölf Faktoren besteht.
Verschiedene Aspekte des Paticcasamuppada, zusammen mit Darlegungen doktrinärer Fragen bezüglich der Praxis des heiligen Lebens, bilden das Hauptthema der frühen sutten in diesen samyuttas.


(c) Khandha Vagga Samyutta Pali
Das Hauptthema der meisten Sutten dieses Abschnitts sind, wie der Name schon anzeigt, die khandhas, die fünf Aggregate, welche das bilden, was als ein Wesen betrachtet wird. Von jeder Komponente dieser Aggregate, nämlich Körper, Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen und Bewusstsein, wird gezeigt, dass sie nur ein Bündel Leid, dukkha, ist. Aus dreizehn samyuttas zusammengesetzt, ergibt Khandha Vagga eine wichtige Sammlung doktrinärer Reden über solche Themen wie atta, anatta, Ewigkeit und Auslöschung.


(d) Salayatana Vagga Samyutta Pali
Dieser Abschnitt besteht aus zehn Samyuttas oder Gruppen. Er handelt hauptsächlich von den sechs Sinnes-Organen oder Berührungs-Grundlagen, innere sechs Sinnes-Grundlagen genannt (Augen, Ohren, Nase, Zunge, Körper und Geist), sechs entsprechenden Sinnes-Objekten, bekannt als äußere Sinnes-Grundlagen (sichtbare Form, Töne, Geruch, Geschmack, berührbare Dinge und Geist-Objekte) sowie Bewusstsein, das in Relation zu jedem Paar dieser inneren und äusseren Sinnes-Grundlagen entsteht. Es gibt Offenlegungen der unbeständigen Natur dieser Sinnes-Grundlagen und wie das Aufgeben des an ihnen Haftens die Befreiung bewirkt. Das Gefühl, welches beim Zusammentreffen von Sinnes-Grundlagen und Bewusstsein aufsteigt, erweist sich als von dreierlei Art: Angenehm, unangenehm, neutral, keines ist jedoch von Dauer; jedes derselben ist aber die Ursache von Begehren, was wiederum die Wurzel von allem Leiden ist. Knappe jedoch erhellende Darlegungen über Nibbana sind in vielen Sutten
zu finden. Es gibt dort auch praktische Hinweise zur Vipassana Meditation.


(e) Maha Vagga Samyutta Pali
Das letzte Vagga der Samyutta Nikaya ist aus zwölf samyuttas zusammengesetzt, deren Auflistung ein klares Bild der Themen gibt, die in diesem Abschnitt behandelt werden:
Magga Samyutta, Bojjhanga Samyutta, Satipatthana Samyutta, Indriya Samyutta, Sammappadhana Samyutta, Bala Samyutta, Iddhipada Samyutta, Anuruddha Samyutta, Jhana Samyutta, Anapana Samyutta, Sota-patti Samyutta und Sacca Samyutta. Die Haupt-Lehren, welche das Fundament der Lehre des Buddha bilden, werden in diesen samyuttas überprüft, wobei sowohl die theoretischen als auch die praktischen Aspekte abgedeckt werden. In den abschließenden Sutten des vagga, wird das ultimative Ziel des heiligen Lebens, Arahatta Phala, Nibbana, das Ende allen Leides, beständig voll im Auge behalten, verbunden mit einer detaillierten Beschreibung des Weges um es zu er-langen, nämlich, die Vier Edlen Wahrheiten und der Edle Achtfache Pfad.
Verweise:
Bestellung im Web (deutsche Version)
Bestellung im Web (englische Version/Bhikkhu Bodhi)
Text im Web (deutsch)
Aufzeichnungen/Kommentare (englisch)
Text im Web (englisch Bhikkhu Thanissaro)
Sangha: »Der Sangha bedeutet: Der Orden oder die Gemeinschaft der Realisierten.« Als Zufluchtobjekt ist die Gemeinschaft aller Realisierten gemeint, die Formen der Erleuchtung erfahren haben und dadurch entweder sicher der Befreiung entgegengehen oder bereits befreit sind. Eine weitere Bedeutung von Sangha ist der Orden der Ordinierten der Mönche und Nonnen, die nach den Vinaya-Regeln des Buddha leben. Im weitesten Sinne schließt der Sangha auch die Gemeinschaft aller Praktizierenden ein.
Sanskrit-Kanon: Grundlagenwerk aller Mahayana-Schulen und einiger nicht mehr existenter Hinayana-Schulen. Der Sanskrit-Kanon wurde in der Sanskrit-Sprache, einer Gelehrtensprache der Brahmanen aus dem alten Indien, niedergeschrieben, ist aber größtenteils nicht mehr erhalten. Übersetzungen ins Chinesische und Tibetische sind vorhanden.
Sati: Sati wird als "Achtsamkeit", "Gegenwärtigsein", "Besinnung" oder "Erinnerung" bezeichnet.
Achtsamkeit ist
- eines der fünf Fähigkeiten (indriyas)
- der erste der sieben Erleuchtungsglieder (bojjahnga)
- das siebte Glied des Achtfachen Pfades (magga
- ein mit allem heilsamen Bewußtsein untrennbar verbundener Bewußtseinsfaktor

Achtsamkeit ist ein zentraler Faktor für die Entwicklung der geistigen Fähigkeiten in Richtung von Befreiung. Achtsamkeit ist eine wesentliche Kraft bei der Balancierung der geistigen Kräfte wie z. B. Vertrauen und Weisheit, Willenskraft und Sammlung. Durch das Gegenwärtigsein hat Sati auch die Schutzfunktion im gegenwärtigen Moment wach und aufmerksam zu sein und damit nicht von unheilsamen Zuständen, die in Gier, Hass und Verblendung wurzeln überwältigt zu werden. Diese Schutzfunktion von sati ist besonders relevant in Bezug auf indriya saṃvara, der Bewachung der Sinne. Sati hat aber nicht nur eine schützende Funktion, sondern bildet auch die Grundlage für die Entwicklung von Weisheit (paññā). Hier ist insbesondere die meditative Entwicklung von sati durch sātipaṭṭhāna von Bedeutung, in der die Aufmerksamkeit systematisch verschiedene Aspekte des Körperlichen, der Gefühle, der Geisteszustände und der Geistesinhalte zu erfassen.

Weitere Informationen über Achtsamkeit (Sati):
- Artikel über Sati von Ven. Analayo
- Wörterbuch Nyanatiloka
sattānupassanā: Siehe unter Sieben Betrachtungen zur Einsicht
Sayadaw: (Burmesisch.) Respektvolle Anrede für Mönche in Myanmar (Burma), insbesondere ältere und lehrende Mönche und die Äbte der Klöster – mit oder ohne dem Namen dahinter; oder auch dem Orts- bzw. Klosternamen davor
Sayagji: (Burmesisch.) Respektvolle Anrede für Nonnen in Myanmar (Burma), insbesondere ältere und lehrende Nonnen und die Äbtissinnen der Nonnen-Klöster (wird selten gebraucht)
Sayalay: (Burmesisch). Anrede für alle Nonnen in Myanmar (Burma) – mit oder ohne dem Namen dahinter
Sieben Betrachtungen der Einsicht: Die Texte analysieren den Prozess der Einsicht auf verschiedene Weise. Einsichtsfortschritt wird als eine Serie von Betrachtungen (anupassanā) gesehen. Das Pāli-Wort "anupassanā" bedeutet: "wiederholt auf verschiedene Weise sehen".
Der Begriff "anupassanā" wurde in verschiedenen Zusammenhängen benutzt. So werden die vier Grundlagen der Achtsamkeit Betrachtungen genannt (z.B. kāyānupassanā, Betrachtung des Körpers); bestimmte erreichte Einsichtswissen werden so beschrieben (z.B. udayabbayānupassanā-ñāna, Betrachtungswissen des Auf- und Untergangs, und bhangānupassanā-ñāna, Betrachtungswissen der Auflösung). Tatsächlich kann jede Form des Einsichtswissens als eine Betrachtung angesehen werden.

In diesem Sinne sind praktisch die beiden Begriffe "vipassanā" und "anupassanā" sehr ähnlich in ihrer Bedeutung, aber im vorliegenden Zusammenhang verweist anupassanā auf spezielle, zum Reifen des Einsichtswissens beitragende Arten von Aufmerksamkeit.

Eine Sammlung von achtzehn Betrachtungen ist im Patisambhidāmagga enthalten, einer Abhandlung im Khuddaka Nikāya des Sutta Pitaka, wo wir auch die grundlegenden Modelle der anerkannten Reihenfolge von Einsichtswissen finden. Die ersten sieben dieser achtzehn Haupteinsichten sind verschiedene Male als eine selbständige Gruppe im Patisambhidāmagga dargestellt, was zeigt, dass sie eine hohe Stellung unter den anderen Betrachtungen einnehmen. Die Kommentare und Unterkommentare, besonders der Visuddhimagga, stellen sie unter dem Namen "Die sieben Betrachtungen" (sattānupassanā) vor und verwenden sie bei verschiedenen Anlässen zum Untersuchen des Einsichtsfortschritts. Von einem praktischen Gesichtspunkt aus betrachtet, scheint das auf dieser Gruppe von sieben beruhende System selbständig zu sein, und wie wir im Laufe dieses Werkes sehen werden, kann die Einsicht in ihrer Gesamtheit durch diese Betrachtungen analysiert werden.

Der Visuddhimagga (XX,90) erklärt diese sieben folgendermaßen:

  1. Einer, der die Betrachtung der Unbeständigkeit (anicca) entfaltet, gibt die Auffassung von Beständigkeit auf.

  2. Einer, der die Betrachtung des Leidens (dukkha) entfaltet, gibt die Auffassung von Freude auf.

  3. Einer, der die Betrachtung des Nicht-Selbst (anattā) entfaltet, gibt die Auffassung von einem Selbst auf.

  4. Einer, der die Betrachtung der Abwendung (nibbidā) entfaltet, gibt das Vergnügen auf.

  5. Einer, der die Betrachtung der Leidenschaftslosigkeit (virāga) entfaltet, gibt die Leidenschaft auf.

  6. Einer, der die Betrachtung des Aufhörens (nirodha) entfaltet, gibt das Hervorbringen auf.

  7. Einer, der die Betrachtung des Loslassens (patinissagga) entfaltet, gibt das Ergreifen auf.

Diese sieben können kurz wie folgt erklärt werden:
  1. Einer, der wiederholt die Unbeständigkeit der Gestaltungen (aniccānupassanā) betrachtet, gibt die falsche Ansicht auf, dass Gestaltungen beständig seien (niccasaññā).

  2. Einer, der wiederholt das in den Gestaltungen enthaltene Leid (dukkhānupassanā) betrachtet, gibt die falsche Ansicht auf, dass die Gestaltungen angenehm seien (sukhasaññā).

  3. Einer, der wiederholt die Selbstlosigkeit der Gestaltungen betrachtet (anattānupassanā), gibt die falsche Ansicht auf, dass die Gestaltungen das Wesen eines Selbst hätten (attasaññā).

  4. Einer, der wiederholt die Widerwärtigkeit der Gestaltungen betrachtet (nibbidānupassanā), gibt das Vergnügen (nandi) auf, welches die mit der Freude an den Gestaltungen verbundene Gier ist.

  5. Einer, der wiederholt die Leidenschaftslosigkeit gegenüber den Gestaltungen betrachtet (virāgānupassanā), gibt die Leidenschaft (rāga) auf, welche die Neigung zu den Gestaltungen ist.

  6. Einer, der wiederholt das Aufhören der Gestaltungen betrachtet (nirodhānupassanā), gibt das Hervorbringen (samudaya) auf, welches das Verlangen ist, das fortwährend immer wieder das Auftauchen von Gestaltungen veranlasst.

  7. Einer, der wiederholt die Betrachtung des Loslassens (patinissaggānupassanā) entfaltet, gibt das Ergreifen (ādāna) auf, welches das Aneignen von Gestaltungen ist.


Vertiefende Literatur hier in der Textbibliothek:
Ñānārāma Mahāthera.Die Sieben Betrachtungen
Sila - Definition: Regeln bzw. ethische Normen, die das Verhalten regeln. Durch die Einhaltung von bestimmten Regeln wird die geistige Entwicklung in heilsamer Weise unterstützt. Der Laienanhänger sollte die fünf, acht oder zehn Regeln für Laien beachten; die Novizen oder vollordinierten Mönche sollten an ihren jeweils zutreffenden Gesetzen ihrer Klosterorden festhalten. So können sie Reinheit des Verhaltens (sīla-visuddhi) erreichen.

Die für jeden buddhistischen Anhänger bindenden 5 Sittenregeln, auch 5 Sīla genannt, sind:
  1. Nicht-Töten

  2. Nicht-Stehlen,

  3. Keine Sinnesmissbrauch bzw. sexuellen Mißbrauch

  4. Nicht-Lügen

  5. Kein berauschender Mittel wie z. B. Alkohol und/oder Drogen einnehmen, die Unachtsamkeit verursachen.


Die für alle Novizen bindenden 10 Sittenregeln (sikkhāpada oder síla) sind:
  1. Nicht-Töten;

  2. Nicht-Stehlen;

  3. Kein Sinnesmißbrauch und kein Geschlechtsverkehr;

  4. Nicht-Lügen

  5. Kein berauschender Mittel wie z. B. Alkohol und/oder Drogen einnehmen, die Unachtsamkeit verursachen.

  6. Kein Essen nach der Mittagszeit;

  7. Sichfernhalten von Tanz, Gesang, Musik und Schaustellungen;

  8. Vermeidung von Blumenschmuck, Wohlgerüchen, Schminke, Schmuck, Zierrat;

  9. Vermeidung von hohen, üppigen Betten;

  10. Abstehen vom Annehmen von Gold und Silber.


Für die Mönche (bhikkhu) und Nonnen (bhikkhuní) sind die im Mönchs- bzw. Nonnen-→Pātimokkha niedergelegten Ordensregeln bindend
.
Im Visuddhimagga werden zum Thema Sila zwei wichtige Fragen aufgeworfen:
1. Was ist Sila nach Definition, Aufzählung nach Arten?
Unter Sila versteht man Worte und Handlungen, die mit heilsamer Geistes- und Willensverfassung korrespondieren.
Klarbewusste und gewollte Handlung aufgrund eines heilsamen Geistes und Willens.
a) Handlungspraxis mit richtigem Willen (cetana) => siebenfach
b) Handlungspraxis mit heilsamer Geistesverfassung (cetasika) => dreifach
c) Handlungspraxis mit richtiger Kontrolle (samvara) des Verhaltens => fünffach
d) Handlungspraxis mit Nicht-Ausschreitung (vitikkhamma) => siebenfach

2. In welchem Sinne ist Sila zu verstehen? (Beschreibung, Ziel, Messung und Bedingung)
a) Merkmal (lakkhana): Koordinieren der körperlichen und anderen Taten aufgrund von
Willen, Geistesverfassung, Disziplinierung und Nicht-Ausschreiten ggü. der Verhaltensregeln
b) Wesen (rasa): Tätigkeit (kicca-rasa:=Funktion) aber Zustand (sampatti-rasa)
Als Wesen einer Sache gilt die Funktion (kicca) als auch Ihr Zustand (sampatti)
- Tätigkeit: Zerstörung unheilsamer Handlungspraxis
- Zustand: Erlangung der Korrektheit / Untadeligkeit; Heilsamen Geisteszustände
c) Äußerung (paccupatthana): Reinheit in Werken, Worten und Gedanken
d) Grundlage (pada-tthana): hiri (Schamgefühl) und Gewissensscheu (ottappa)
Welches sind die Vorteile / Segnungen von richtiger Handlungspraxis / Sila?
Der große Vorteil ist Reuelosigkeit (avippatisara). Darüber hinaus gibt es ein fünffacher Segen:
1) Überfluss an Schätzen
2) Guter Ruf
3) Sicheres Auftreten in Gesellschaft
4) Ungetrübter Tod
5) Glückliche Daseinsfährte nach dem Tod
Sīlamāta: (Pāli): Mutter der Sīla, Bezeichnung für Nonnen in Sri Lanka, die keine pabbajjā-Ordination haben, aber nach den 10 Regeln (seltener 8) leben. Sie werden i. A. als Upāsikās (Laienanhängerinnen) betrachtet.
Silashin: (Burmesisch). Nonnen mit meist 8, seltener 9 oder 10 Regeln in Myanmar (Burma) – sie haben keine pabbajjā-Ordination und werden i. A. als Upāsikās (Laienanhängerinnen) betrachtet
Sunyata: »Leerheit« soll besagen, dass alle Daseinsformen leer sind, d.h. dass sie letztlich der Beständigkeit, eines wahren Glückes, der Persönlichkeit entbehren und nicht begehrenswert sind.
Sutta/Sutra: Die Sutten (Pali) bzw. Sutras (Sanskrit) sind die Lehrreden des Buddha oder – seltener – einer seiner Hauptschüler, gegeben bei einem bestimmten Anlass an eine bestimmte Person oder Personengruppe. Zweiter Teil des Tipitaka (Dreikorbes) des Pali-Kanons. Die Sutten/Sutren wurden gesammelt und in fünf verschiedenen Sammlungen (Nikayas) nieder­geschrieben
Sutten-Kanon: Die Sutten bzw. der Suttanta Pitaka ist eine Sammlung aller Reden in ihrer Gesamtheit, welche der Buddha bei verschiedenen Gelegenheiten gehalten hat. Einige Reden stammen von hervorragenden Schülern des Buddha wie z. B. den beiden Hauptschülern des Buddha, dem Ehrwürdigen Sariputta, Maha Moggallana oder Ananda. Die im Suttanta Pitaka zusammengestellten Reden des Buddha wurden so dargelegt um bei verschiedenen Gelegenheiten für verschiedene Personen mit unterschiedlichem Temperament zu passen.
Suttanta Pitaka stellt die Bedeutung der Lehre des Buddha heraus, drückt sie klar aus, beschützt und behütet sie vor Verdrehungen und Missverständnis.
Suttanta Pitaka ist in fünf separate als Nikaya bekannte Sammlungen unterteilt. Dies sind:
- Längere Sammlung (Digha Nikaya),
- Mittlere Sammlung (Majjhima Nikaya),
- Samyutta Nikaya,
- Angereihte Sammlung (Anguttara Nikaya)
- Khuddaka Nikaya.
Tan Ajahn: (Thai). Veteran-Ajahn; oft der älteste Mönch und Vorsteher einer Gemeinschaft (etwas formal)
Tan, Tahn oder Than (+Name): (Thai). Höflichkeitspronomen, gebraucht für Mönche (Anrede)
Pronomen du, Sie; Herr Soundso.
Dies ist ein höfliches Wort und wird im Thai benutzt, wenn man zu hochrangigen Personen spricht. Daher wird es auch gegenüber Mönchen gebraucht, die in der thailändischen Gesellschaft einen sehr hohen Rang einnehmen. In der Schriftsprache ist es das gewöhnliche Wort für „du“.
Tanha: »Begehren«. Es ist die Hauptwurzel des Leidens und des sich immer wieder fort­setzenden Kreislaufes der Wiedergeburten. Mit Hinsicht auf die Sinnenobjekte unterscheidet man sechs Arten von Begehren: nach Formen, Tönen, Düfte, Geschmäcken, Körpereindrücken und Geistobjekten. Neben dem sinnliches Begehren, gibt es aber auch das Begehren nach feinkörperlichem Dasein und das Begehren nach unkörperlichem Dasein.
Thera: (Pāḷi): Bezeichnung für einen Bhikkhu, der länger als zehn Jahre dem Orden angehört; wird vorwiegend für Mönche, die in Sri Lanka oder Indien ordiniert haben, verwendet.
Theravāda: »Schule der Ordensälteren«. Alte Schule bzw. Schule des ursprünglichen Buddhismus. Einzige durchgehend erhaltene Tradition der 18 Hinayana-Schulen. Heute vor allem in den Ländern Südasiens verbreitet: Sri Lanka, Myanmar (Burma), Thailand, Laos, Kam­bodscha. Die Lehre ist im Pali-Kanon verankert und wurde in insgesamt 6 Konzilen bestätigt.(Siehe auch Schulen)
Theravāda-Länder: Heute findet man den Theravāda im Westen oder in einer Reihe von Ländern Süd- und Südost-Asiens:
- Sri-Lanka
- Burma/­Myanmar
- Thailand
- Laos
- Kambodscha
Theravāda-Newsletter: Der Theravada-Newsletter dient zur Information über aktuelle Entwicklungen im Theravada-Buddhismus. Der Theravada-Newsletter berichtet über:
- Ereignisse im Theravada-Buddhismus
- Veranstaltungen und Vorträgen von ausgewählten Referenten
- Studienangebote für Grundlagen und Vertiefungen in der Buddhalehre
- Praxisangebote für Meditationsretreats
- Feste wie z. B. Versakh-Feiern
- Aktivitäten des Theravadanetzes in Deutschland
1) Abonnement Theravadanetz-Newsletter per E-Mail:
Erwarten Sie keine E-Mail-Flut. Der Newsletter wird verschickt, wenn wichtige Neuigkeiten mitzuteilen sind. Sie können sich ganz einfach online eintragen oder austragen: (hier)
2) Newsletter-Achriv-Online:
Zurückliegenden Newsletter können Sie im Newsletterarchiv studieren.
Therī: (Pāḷi): weibliche Entsprechung zu Thera und gilt für Bhikkhunīs.
Tipitaka/Tripitaka: Tipitaka (Pali) bzw. Tripitaka (Sanskrit) bedeutet »Dreikorb«. Die drei Bereiche des Pali-Kanons, wie sie uns in Pali auf Palmblättern geschrieben überliefert sind:

1. Vinaya-Pitaka: Korb der Ordensdisziplin (Regeln für Mönche und Nonnen)
2. Sutta-Pitaka: Korb der Sutten, d.h. der Lehrreden des Buddha oder seiner Schüler
3. Abhidhamma-Pitaka: Korb der »höheren« Lehre mit einer Systematisierung der Lehre.
Titel und Anreden im Theravada - Alphabetische Liste des Theravadanetz:

Pali-Titel/Anreden


Anagārika
(Pāḷi) Eine (eher soziale) Anredeform für jemand der weder Bhikkhu noch Hausherr ist.
Die Bezeichnung für einen Laien, der seinen Haushalt aufgegeben hat um Dhamma
zu verfolgen.

Ayyā
(Pāḷi): Ehrwürdige; die weibliche Entsprechung zu Bhante; Anrede für Bhikkhunīs und Sāmaṇerīs.

Bhante
(Pāḷi): Ehrwürdiger; ursprünglich: Bhaddanta. Respektvolle Anrede für Mönche (Bhikkhus und Sāmaṇeras) von Laien und für ordensjüngere Mönchen an Ordensältere. Wird vorwiegend für Mönche, die in Sri Lanka oder Indien ordiniert haben, verwendet.

Bhikkhu
(Pāḷi) vollordinierter Mönch bzw. Mönch mit der höheren Ordination (upasampadā) und 227 Regeln, wie im Vinaya niedergelegt

Bhikkhunī
(Pāli) vollordinierte Nonne bzw. Nonne mit der höheren Ordination (upasampadā) und 311 Regeln, wie im Vinaya niedergelegt

Mahāthera
(Pāḷi:Bezeichnung für einen Bhikkhu, der länger als zwanzig Jahre dem Orden angehört; wird vorwiegend für Mönche, die in Sri Lanka oder Indien ordiniert haben, verwendet.

Mahātherī
(Pāḷi): weibliche Entsprechung zu Mahāthera und gilt für Bhikkhunīs.

Sāmaṇera
(Pāḷi) Mönch mit der niedrigeren Ordination (pabbajjā) und 10 Regeln (+ zusätzlich den 75 Übungs-Regeln) wie im Vinaya niedergelegt. Meist als Vorbereitungsstufe zum Bhikkhu für noch nicht 20-jährige Anwärter.

Sāmaṇerī
(Pāḷi) Nonne mit der niedrigeren Ordination (pabbajjā) und 10 Regeln (+ zusätzlich den 75 Übungs-Regeln) wie im Vinaya niedergelegt. Meist als Vorbereitungsstufe zur Bhikkhunī.

Sīlamāta
(Pāli): Mutter der Sīla, Bezeichnung für Nonnen in Sri Lanka, die keine pabbajjā-Ordination haben, aber nach den 10 Regeln (seltener 8) leben. Sie werden i. A. als Upāsikās (Laienanhängerinnen) betrachtet.

Thera
(Pāḷi): Bezeichnung für einen Bhikkhu, der länger als zehn Jahre dem Orden angehört; wird vorwiegend für Mönche, die in Sri Lanka oder Indien ordiniert haben, verwendet.

Therī
(Pāḷi): weibliche Entsprechung zu Thera und gilt für Bhikkhunīs.

Burmesische Titel/Anreden


Ashin, Shin
(Burmesisch): Mönch, Bhikkhu (nicht als Anrede; insb. wenn ein Mönch von sich selber spricht oder unterschreibt)

Ashinma, Shinma
(Burmesisch): Nonne (nicht als Anrede; insb. wenn eine Nonne von sich selber spricht oder unterschreibt)

Daw
(Burmesisch). Anrede für alle Frauen ab etwa 40 Jahren und auch für Nonnen, immer gefolgt vom Namen (den Namen allein zu nennen wäre unhöflich)

Koyin
(Burmesisch): Sāmaṇera; wird als Rufname ohne Namenszusatz verwendet

Ma
(Burmesisch). Anrede für alle Mädchen und jungen Frauen (bis etwa 40 Jahre) und auch für junge Nonnen, immer gefolgt vom Namen (den Namen allein zu nennen wäre unhöflich)

Puttaro
(Burmesisch): Anagārika, Hausloser mit 8 oder 10 Regeln

Sayadaw
(Burmesisch.) Respektvolle Anrede für Mönche in Myanmar (Burma), insbesondere ältere und lehrende Mönche und die Äbte der Klöster – mit oder ohne dem Namen dahinter; oder auch dem Orts- bzw. Klosternamen davor

Sayagji
Burmesisch.) Respektvolle Anrede für Nonnen in Myanmar (Burma), insbesondere ältere und lehrende Nonnen und die Äbtissinnen der Nonnen-Klöster (wird selten gebraucht

Sayalay
(Burmesisch). Anrede für alle Nonnen in Myanmar (Burma) – mit oder ohne dem Namen dahinter.

Silashin
(Burmesisch). Nonnen mit meist 8, seltener 9 oder 10 Regeln in Myanmar (Burma) – sie haben keine pabbajjā-Ordination und werden i. A. als Upāsikās (Laienanhängerinnen) betrachtet

U
(Burmesisch). Anrede für alle Männer und auch für Mönche, immer gefolgt vom Namen (den Namen allein zu nennen wäre unhöflich)

Thai-Titel


Ajahn (bzw. Ajaan, Ajan, Ajarn oder Acharn) [gesprochen Adschahn] (+Name)
(Thai). Lehrer, Dozent, Professor, Ausbilder, Instrukteur.
Von Skt. "acariya"; gebraucht für Mönche aber auch Laien beiderlei Geschlechts im Lehrbereich (Ajahn Chas Gemeinschaften verwenden diese Anrede für Ordinierte beiderlei Geschlechts über 10 Regenzeiten).
Bemerkung: Ajahn ist das thailändische Lehnwort für Skt. ācārya (Pāli ācariya) = Lehrer und wird in der Thaischrift wie das entsprechende Sanskritwort geschrieben. Es wird als Anrede für gelehrte oder weise Mönche verwendet, aber ebenso für gebildete Laien (Akademiker).

Kruba
(Thai). Gebräuchliche Form der Anrede für Waldmönche im Nordosten Thailands

Luang Por
(Thai). "Ehrwürdiger Vater"; weniger formal für jemanden ab 35-40, von Mönchen und Laien gebraucht.
Erläuterung:
Luangpoh (bzw. Luangpho, Luang Por) Mönch, (große) Buddha-Statue.
Dieses Wort wird für ältere, angesehene Mönche verwendet und drückt eine liebevolle Wertschätzung aus. Beispielsweise wird Ajahn Sumedho, der 70-jährige Abt des englischen Klosters Amaravati, mittlerweile häufig als Luang Por (Sumedho) bezeichnet. Luang bedeutet als Adjektiv königlich, öffentlich, offiziell, als Hauptwort Regierungs-, Haupt- ... Es ist ein Wortelement, das dazu benützt wird um Rang auszudrücken. Poh (Poo, Pho, Por) [gesprochen mit offenem o, wie in Post, aber gedehnt (langer Vokal)] bedeutet Vater oder Papa. Somit sind in dieser Wortverbindung königlicher Respekt mit der Rolle des Vaters und familärer Nähe kombiniert.
Andere Verbindungen mit Luang sind Luangta (bzw. Luang Ta) und Luangpi (Luang Phi). Ta (Taa bzw. Dtaa) bedeutet Großvater (mütterlicherseits), alter Mann, Auge. Pi (Pii, Phi) bezeichnet ein älteres Geschwister. Luangta wird daher verwendet, wenn ein geschätzter Mönch älter ist, als ein Luangpoh und Luangpi, wenn er entsprechend jünger ist.

Luang Pi
(Thai). "Ehrwürdiger älterer Bruder"; die jüngere Fassung davon, üblicherweise nur von Laien gebraucht

Maechi
(Thai). Nonnen mit meist 8, selten 10 Regeln in Thailand – sie haben keine pabbajjā-Ordination und werden als Upasikas (Laienanhängerinnen) betrachtet

Phra oder Pra
(Thai). Eigentlich der meistverwendete Ausdruck für Mönch; von Skt/Pāli für "vāra"- 'vorzüglich, hervorragend'. In Verbindung mit einem Eigennamen ist es in Thailand das Standardwort um auszudrücken, dass es sich bei der betreffenden Person um einen buddhistischen Mönch handelt.

Tan, Tahn oder Than (+Name
(Thai). Höflichkeitspronomen, gebraucht für Mönche (Anrede)
Pronomen du, Sie; Herr Soundso.
Dies ist ein höfliches Wort und wird im Thai benutzt, wenn man zu hochrangigen Personen spricht. Daher wird es auch gegenüber Mönchen gebraucht, die in der thailändischen Gesellschaft einen sehr hohen Rang einnehmen. In der Schriftsprache ist es das gewöhnliche Wort für „du“.

Tan Ajahn
(Thai). Veteran-Ajahn; oft der älteste Mönch und Vorsteher einer Gemeinschaft (etwas formal)


Sonstige


Hamuduruwo
(Singhalesisch). Eine (von mehreren) respektvollen
Anredeformen für buddhistische Mönche (Bhikkhu) in Sri Lanka.
Hamuduru:- sehr verehrt, aufgrund der Reinheit, die aus Zuflucht in Tisarana
(Buddha, Dhamma, Sangha) resultiert
wo :- endlos respektvoll (resultierend aus der Zuflucht in Tisarana)

Loku-Hamuduruwo
(Singhalesisch). Wie oben, jedoch eine Anredeform nur für den Hauptmönch eines buddhistischen Tempels.
Loku- :- Ein Präfix, das Groß-, Haupt-, Dienstälterer-, Ober-, bedeutet.

Mönch
Ein Mönch ist ein Ordensangehöriger, d.h. Mitglied des Saṅgha, welcher die Mönchsregeln auf sich genommen hat. Dazu gehören ethische und asketische Regeln wie z. B. das Zölibat. Die Regeln für Mönche sind im Vinaya des Pāḷikanon dokumentiert (siehe dazu palikanon.com: Vinaya). Ziel des Mönchslebens ist es, durch eine vom weltlichen Leben abgeschiedene Lebensweise die spirituelle Befreiungspraxis zu intensivieren. Im Saṅgha gibt es eine höhere und niedere Ordination in Form von Bhikkhu und Sāmaṇera.

Nonne
Eine Nonne ist ein Ordensangehörige, d.h. Mitglied des Saṅgha, welcher die Nonnenregeln auf sich genommen hat. Dazu gehören ethische und asketische Regeln wie z. B. das Zölibat. Die Regeln für Nonnen sind im Vinaya des Pāḷikanon dokumentiert (siehe dazu palikanon.com: Vinaya). Ziel des Nonnenlebens ist es, durch eine vom weltlichen Leben abgeschiedene Lebensweise die spirituelle Befreiungspraxis zu intensivieren. Im Saṅgha gibt es eine höhere und niedere Ordination in Form von Bhikkhunī und Sāmaṇerī. Besonderheiten: Nach dem Abreißen der Ordinationslinie der Bhikkhunīs haben sich in den verschiedenen theravāda-buddhistischen Ländern besondere Formen entwickelt wie Sīlashin (Myanmar), Maechi (Thailand), Sīlamāta (Sri Lanka), die nicht als Mitglied des Saṅgha gezählt werden. Die höhere Ordination zur Bhikkhunī wurde erst neuerdings in Sri Lanka wiedereingeführt und ist jedoch in anderen traditionellen Theravāda-Ländern wie Myanmar und Thailand umstritten bzw. (noch) nicht anerkannt.

Novize / Novizin
Ein Novize – lateinisch Neuling – ist ein Ordensangehöriger auf Probe, der noch keine öffentlichen Gelübde abgelegt hat. Da keine Ordination im Sinne des Vinaya vorliegt, sind Novizen nicht mit der Ordinationsform von Sāmaṇera und Sāmeṇerī gleichzusetzen.

Venerable
(Englisch): Ehrwürdiger, Anrede für Bhikkhus, Bhikkhunīs, Sāmaṇeras und Sāmaṇerīs; internationale Verwendung.
U: (Burmesisch). Anrede für alle Männer und auch für Mönche, immer gefolgt vom Namen (den Namen allein zu nennen wäre unhöflich)
Udāna=Feierliche Aussprüche: Udana ist eine Äußerung meist in metrischen Versen, inspiriert durch ein besonders intensives Gefühl. Diese Abhandlung ist eine Sammlung von achtzig freudigen Ausrufen des Buddha bei einzigartigen Anlässen reinsten Glücks; jeder udana-Vers wird von einem Prosa-Bericht über die Umstände begleitet, die zu der Äußerung führten. Udāna gehört zum Teil der "Kürzeren Sammlung" Khuddaka-nikāya des Palikanons.

Anmerkung:
Fritz Schäfer hat eine sehr schöne Übersetzung aus dem Pali ins Deutsche vorgelegt (Siehe Verweise).
Verweise:
Bestellung im Web (deutsch)
Text im Web (deutsch)
Upadana: »Anhaften/Anhaftung«. Ein starker Grad des Begehrens. Es gibt 5 Gruppen der Anhaftung: Körperlichkeit (rupa), Gefühl (vedana), Wahrnehmung (sanna), Geistesformationen (sankhara) und Bewusstsein (vinnana).
upāsaka: Wörtlich: einer der sich mit Herzen etwas zuwendet und vertraut. Hierunter versteht man den nicht-ordinierten Praktizierenden, der der Lehre des Buddha vertraut und Zuflucht zu Buddha, dhamma und sangha genommen hat. Buddha ist ihm ein Vorbild auf dem praktischen Weg, die Lehre ist ihm ein Leitfaden für die tägliche Praxis und die realisierten Menschen (ariya), die Buddha erfolgreich mit Erleuchtungserfahrung folgen, sind ihm Modell für die eigene Praxis.

Weitere Verweise:
A_VIII25 (palikanon.de)
upāsikā: Die weibliche Form von upāsaka..
Venerable: (Englisch): Ehrwürdiger, Anrede für Bhikkhus, Bhikkhunīs, Sāmaṇeras und Sāmaṇerīs; internationale Verwendung.
vibhaṅga: Vibhanga, Abhandlungen über die verschiedenen Punkte der Lehre, wie: die fünf Daseinsaspekte (khandha), die physischen Grundlagen der sechs Arten des Bewußtseins, die physischen und psychischen Elemente, die vier heiligen Wahrheiten, die zweiundzwanzig Fähigkeiten, die bedingte Entstehung (Paticcasamuppada), die vier rechten Anstrengungen, die vier Pfeiler der Besinnung, die vier Grundlagen der magischen Kräfte, die sieben Glieder der Erleuchtung, der achtfache Pfad, die Selbstvertiefungen (jhāna), die vier Unermeßlichkeiten, die Sittenregeln, die vier analytischen Wissen (paṭisambhidā), das Wissen.
Dieses zweite Buch des Abhidhamma ist nicht ins Deutsche übersetzt. Zur Zeit ist nur die englischsprachige Version verfügbar.

Anmerkung:
Vergleiche auch → Abhidhamma
Vier Edlen Wahrheiten: Der Kern der Lehre des Buddha sind die vier Edlen Wahrheiten, die er in seiner allerersten Rede in Isipatana (dem heutigen Sarnath) bei Benares vor seinen ehemaligen Gefährten, den fünf Asketen, erläuterte. Die vier edlen Wahrheiten sind:

  1. Wahrheit vom Leiden: Das Dasein ist letztlich leidvoll. Dies ist zu durchschauen. (Dukkha Sacca). Die universellen Daseinsmerkmale (trilakana) sind Vergänglichkeit, Leidhaftigkeit und Ichlosigkeit.. Sie bstimmen unser Dasein.
  2. Wahrheit von der Ursache des Leidens: Die Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung. Sie sind zu überwinden. (Samudaya Sacca)
  3. Wahrheit von der Aufhebung des Leidens: Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden. Dies ist zu verwirklichen. (Nirodha Sacca)
  4. Wahrheit von dem Weg zur Aufhebung des Leidens: Zum Erlöschen des Leidens führt ein Weg, der Edle Achtfache Pfad. Er ist zu gehen. (Magga Sacca)

Die vier edlen Wahrheiten können auch als der kürzeste Ausdruck der gesamten Lehre des Buddha und als der gemeinsame Nenner aller buddhistischen Richtungen bzw. Schulen genommen werden. Die erste Wahrheit besagt, dass alle weltlichen Daseinsformen ungenügend sind, uns niemals vollständig befriedigen können und damit leidhaft sind. Sie stellt die Diagnose unseres Daseins dar. Die zweite Wahrheit beinhaltet die Ursachenanalyse. Die Ursache des Leidens ist in unserem eigenen Geist zu finden: Dem Begehren. Die dritte Wahrheit lehrt, dass es durch Erlöschung des Begehrens notwendigerweise zur Erlöschung des Leidens kommen muss. Die vierte Wahrheit beschreibt den praktischen Weg, der zur Leidensüberwindung führt. Dieser Weg wird als Achtfacher Pfad beschrieben (siehe unten). Praktisch hat die ganze Lehre des Buddha, der er sich 45 Jahre gewidmet hat, in irgendeiner Weise mit dem achtfachen Pfad zu tun. Er stellt eine praktische Wegweisung zur vollständigen Leidensaufhebung – dem Nirvana – dar, wenn alle nachfolgenden acht Elemente erfolgreich von einem selbst gemeistert werden:

1. Rechte Ansicht (Samma Diṭṭhi)
2. Rechtes Denken (Samma Sankappo)
3. Rechte Rede (Samma Vāca)
4. Rechte Handlung (Samma Kammanto)
5. Rechter Lebenserwerb (Samma Ajivo)
6. Rechte Anstrengung (Samma Vayamo)
7. Rechte Achtsamkeit (Samma Sati)
8. Rechte Konzentration (Samma Samadhi)

In einer anderen, kompakteren Form wird der Weg dreigliederig dargestellt:

1. Weisheit (Panna): Hierunter fallen Rechte Ansicht sowie Rechtes Denken.
2. Ethik (Sila): Hierunter fallen Rechte Rede, Rechte Handlung sowie Rechter Lebens­erwerb.
3. Sammlung (Samadhi): Hierunter fallen Rechte Anstrengung, Rechte Achtsamkeit sowie Rechte Konzentration.

Empfohlene Basis-Literatur:
1. Nyanaponika. Wege zur Leidfreiheit
2. Nyanaponika. Der Weg zur Erlösung
3. Nyanatiloka. Das Wort des Buddha
vijja-sarana-sampano:
"vijjā-sarana-sampano" bedeutet vollkommen sein im Wissen und Wandel.
'Wissen' (vijjā)bezieht dabei auf die drei Wissen oder acht Wissen. Die drei Wissen sind: Wiedergeburtswissen und Geschauthaben der früheren Daseinsformen, das himmlische Auge und das Wissen über das Entstehen und Vergehen der Lebewesen nach kamma-Gesetz und das Wissen über die Triebversiegung.


in der in der 'Lehrrede von Furcht und Angst' (M.4) beschriebenen Weise zu verstehen, die 8 Wissen wie in der Ambattha-Sutte (D.3) angegeben. Dort nämlich sind 8 Wissen angegeben, indem die 6 Höheren Geisteskräfte (abhiññā) mit dem Hellblick-Wissen (vipassanā-ñāna) und der Macht des geistigen Erzeugens (mano-may'iddhi) zusammengefasst werden.

(*) [Erinnerung an frühere Daseinsformen, Himmlisches Auge und Triebversiegung (Heiligkeit). Der Kom. bietet hier eine Reihe von Erbauungsetymologien und erklärt vijjā (Ö vid, wissen) als das Auffinden (Ö vid, vindati) oder das 'Durchdringen' (Ö vidh, skr. Ö vyadh) u. dgl.]

Als "Wandel" (carana) sind folgende 15 Dinge zu betrachten: Sinnenzügelung, Bewachung der Sinnentore, Maßhalten bei Mahle, Befleißigung in der Wachsamkeit, die 7 Tugenden (Vertrauen, Schamgefühl, Gewissensscheu, reiches Wissen, Tatkraft, Achtsamkeit, Einsicht; A.VII.3, VII.5, VII.7) und die 4 Vertiefungen in der feinkörperlichen Sphäre. Diese 15 Dinge werden nämlich deshalb als 'Wandel' bezeichnet, weil der edle Jünger sich darin ergeht, sich dadurch in der Richtung zum Todlosen bewegt.

Dies alles hat man in der im Mittleren Halbhundert (M.53) beschriebenen Weise zu verstehen, wo es heißt: "Da, Mahānāma, ist der edle Jünger sittenrein usw." Der Erhabene nun ist mit diesen Arten des Wissens und diesem Wandel ausgestattet, darum nennt man ihn 'im Wissen und Wandel vollkommen'.

Hier nun bewirkt die Vollkommenheit im Wissen die Allerkenntnis des Erhabenen, die Vollkommenheit im Wandel aber seine große Barmherzigkeit. Mit Hilfe seiner Allerkenntnis das allen Wesen Heilsame und und Unheilsame erkennend, wandte er in seiner großen Barmherzigkeit das Unheilsame von ihnen ab und festigte sie im Heilsamen, wie das eben ein im Wissen und Wandel Vollkommener tut. Daher wandeln seine Jünger auf dem rechten Pfade, nicht aber auf dem üblen Pfade, wie etwa die Jünger der im Wissen und Wandel Unvollkommenen, die Selbstquäler (z.B. A.IV.198) u.a.m.
Vinaya: Ordensdisziplin. Ein Teil des Tipitaka (Dreikorbes) des Pali-Kanons. Die von Buddha selbst gegebenen Lebens- und Verhaltensregeln für die Mönche und Nonnen in seinem Orden. Für die Mönche wurden 227 Regeln (Bhikkhu-Patimokkha) gegeben, für die Nonnen 311 (Bhikkhuni-Patimokkha). Im Vinaya ist die Entwicklung des Ordens dokumentiert, die einzelnen Regeln werden aufgelistet, erklärt und ihre Entstehungsgeschichte aufgeführt.

Literatur-Empfehlung:
Kevalī Bhikkhu. Vinaya–die unbekannte Seite der Lehre des Buddha.
Tabelle der Vinaya Verstoesse
Theravadanetz. Ordinierten-Guide.
Visuddhimagga: Visuddhimagga - "Weg zur Reinheit". Eines der wichtigsten buddhistisches Abhandlung der buddhistischen Praxis aus dem 5. Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung. Dieses in Pali verfaßte Abhandlung - über die Praxis des buddhistischen Weges - kommentiert und systematisiert den Palikanon in einer sehr klaren Sprache im Rahmen der lebendigen Praxis der Tradition des ursprünglichen Buddhismus. Das Werk wurde vom Gelehrtenmönchs Buddhaghosa zusammengestellt und gilt bis heute als der bedeutendster Standardkommentar zur Praxis des Weges in der Tradition des Theravada-Buddhismus . Der Visuddhimagga des Buddhaghosa gliedert sich in drei große Abschnitte:
  1. Ethik

  2. Sammlung

  3. Weisheit

Im ersten Abschnitt wird die buddhistische Ethik beschrieben, im zweiten Teil werden über 40 Meditationsobjekte in aller Ausführlichkeit behandelt. Der dritte Teil behandelt die Entwicklung von Weisheit. Diese Teil stellt ein ein Kommentar des Abhidhammas dar und ist ohne Teil-Kenntnisse der Orignal-Quellen des Abhidhammas schwer verstehbar.
Weg - Der Weg zur Befreiung: d
Verweise:
Siehe Achtfacher Pfad
Yamaka: Sechstes Buch des Abhidhamma. Yamaka ist das Buch der Paare von Gegensätzen. Das Buch ist noch nicht ins Deutsche übersetzt.

Anmerkung:
Vergleiche auch → Abhidhamma
Zufluchtnahme: d