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'Theravadanetz der DBU, Theravada-Buddhismus in Deutschland: Ordiniertenguide'

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Bekannter thailändischer Bhikkhu, der den Regel-Standard in vielen Klöstern Thailands geprägt hat. Durch seinen Kontakt mit vielen westlichen Schülern wurde dieser Standard auch in den Westen übermittelt.
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(Pāḷi) Eine (eher soziale) Anredeform für jemand der weder Bhikkhu noch Hausherr ist.
Die Bezeichnung für einen Laien, der seinen Haushalt aufgegeben hat um Dhamma
zu verfolgen.
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Eine andere gängige Respektsbezeugung ist das Zusammenlegen der Handflächen vor der Brust, sodass die Fingerspitzen nach oben zeigen. Führt man die so zusammen gelegten Hände zur leicht geneigten Stirn, so nennt man dies „Añjali“. Dies ist eine schöne Form der Begrüßung oder des Abschieds, der Würdigung eines Dhamma Vortrages am Ende oder des Abschließens einer Darbringung.
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(Pāḷi): Ehrwürdige; die weibliche Entsprechung zu Bhante; Anrede für Bhikkhunīs und Sāmaṇerīs.
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(Pāḷi): Ehrwürdiger; ursprünglich: Bhaddanta. Respektvolle Anrede für Mönche (Bhikkhus und Sāmaṇeras) von Laien und für ordensjüngere Mönchen an Ordensältere. Wird vorwiegend für Mönche, die in Sri Lanka oder Indien ordiniert haben, verwendet.
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(Pāli) vollordinierte Nonne bzw. Nonne mit der höheren Ordination (upasampadā) und 311 Regeln, wie im Vinaya niedergelegt
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(Pāḷi) vollordinierter Mönch bzw. Mönch mit der höheren Ordination (upasampadā) und 227 Regeln, wie im Vinaya niedergelegt
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8- bzw. 10-Regel-Nonne (Sīladhāra)wird inSri Lanka Dasasil Mata genannt. In den Theravāda - Ländern werden Sīladhāra als Laienanhängerinnen betrachtet, die einige Sīla mehr als die Laien praktizieren.
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Dhamma (Pāḷi)bzw. Dharma (Sanskrit) bedeutet wörtlich »das Tragende«. Gemeint ist die Lehre des Buddha, die Wahrheit und Gesetzmäßigkeit, die der Buddha erkannt, angewandt und gelehrt hat. Die Essenz der Lehre ist in den Vier Edlen Wahrheiten zusammengefasst. Die universelle Lehre wird in ihren Kennzeichen als wirklichkeitsgetreu, sichtbar, zeitlos, befreiend, anwendbar und von Weisen nachvollziehbar beschrieben.
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Die zwei wichtigen Elemente zur Orientierung der Praxis eines Ordinierten. Der Vinaya liefert die Grundlage der Verhaltenspraxis, die als Grundlage für die Entwicklung der sprirituellen Praxis entsprechend der Lehre des Buddha gilt.
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8- bzw. 10-Regel-Nonne (Sīladhāra)wird in Thailand Maeji genannt. In den Theravāda - Ländern werden Sīladhāra als Laienanhängerinnen betrachtet, die einige Sīla mehr als die Laien praktizieren.
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Eine Einladung an einen Mönch oder eine Nonne aussprechen. Hier gelten bestimme Konventionen und Regeln.
Wenn Mönche und Nonnen eingeladen werden, dann dürfen sie selbst nach Essen und Trinken fragen, sondern müssen Essen und Trinken offeriert bzw. vom Einladenden angeboten bekommen. Nach eine Regel des Buddhas dürfen Mönchen und Nonnen nur Essen bis Mittag (Sommerzeit: 1.00 Uhr) aufnehmen. Siehe dazu auch Nahrungsaufnahme.
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Ordinierten bzw. Mönche oder Nonnen. Im einzelnen sind das:
  1. Mönche und Nonnen mit vollen Ordinationsregeln: Bhikkhus, Sāmaṇeras

  2. Mönche und Nonnen mit Teilordination :


Dieser Führer bezieht sich auf die Regeln für Mönche (Bhikkhus, Sāmaṇeras) und für Nonnen (Bhikkhunīs,Sāmaṇerīs) der Theravāda Tradition. Bhikkhus und Bhikkhunīs haben die volle Ordinationregeln auf sich genommen und Sāmaṇeras und Sāmaṇerīs haben dagegen nur einen Teil. Alle vier sind Teil der Vinaya-Sangha und werden in diesem Führer als „Samaṇa“ bezeichnet.
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Siehe Samaṇa
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(Pāḷi) Mönch mit der niedrigeren Ordination (pabbajjā) und 10 Regeln (+ zusätzlich den 75 Übungs-Regeln) wie im Vinaya niedergelegt. Meist als Vorbereitungsstufe zum Bhikkhu für noch nicht 20-jährige Anwärter.
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(Pāḷi) Nonne mit der niedrigeren Ordination (pabbajjā) und 10 Regeln (+ zusätzlich den 75 Übungs-Regeln) wie im Vinaya niedergelegt. Meist als Vorbereitungsstufe zur Bhikkhunī.
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»Der Sangha bedeutet: Der Orden oder die Gemeinschaft der Realisierten.« Als Zufluchtobjekt ist die Gemeinschaft aller Realisierten gemeint, die Formen der Erleuchtung erfahren haben und dadurch entweder sicher der Befreiung entgegengehen oder bereits befreit sind. Die in diesem Buch verwendete Bedeutung von Sangha ist der Orden der Ordinierten der Mönche und Nonnen , die nach den Vinaya-Regeln des Buddha leben (Vinaya-Sangha). Der Vinaya-Sangha wird ausdrücklich vom Buddha als besondere intensive Praxisform zur Erreichung der Befreiung empfohlen.
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Burmesisch.) Respektvolle Anrede für Mönche in Myanmar (Burma), insbesondere ältere und lehrende Mönche und die Äbte der Klöster – mit oder ohne dem Namen dahinter; oder auch dem Orts- bzw. Klosternamen davor
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Regeln bzw. ethische Normen, die das Verhalten regeln. Durch die Einhaltung von bestimmten Regeln wird die geistige Entwicklung in heilsamer Weise unterstützt. Der Laienanhänger sollte die fünf, acht oder zehn Regeln für Laien beachten; die Novizen oder vollordinierten Mönche sollten an ihren jeweils zutreffenden Gesetzen ihrer Klosterorden festhalten. So können sie Reinheit des Verhaltens (sīla-visuddhi) erreichen.

Die für jeden buddhistischen Anhänger bindenden 5 Sittenregeln, auch 5 Sīla genannt, sind:
  1. Nicht-Töten

  2. Nicht-Stehlen,

  3. Keine Sinnesmissbrauch bzw. sexuellen Mißbrauch

  4. Nicht-Lügen

  5. Kein berauschender Mittel wie z. B. Alkohol und/oder Drogen einnehmen, die Unachtsamkeit verursachen.


Die für alle Novizen bindenden 10 Sittenregeln (sikkhāpada oder síla) sind:
  1. Nicht-Töten;

  2. Nicht-Stehlen;

  3. Kein Sinnesmißbrauch und kein Geschlechtsverkehr;

  4. Nicht-Lügen

  5. Kein berauschender Mittel wie z. B. Alkohol und/oder Drogen einnehmen, die Unachtsamkeit verursachen.

  6. Kein Essen nach der Mittagszeit;

  7. Sichfernhalten von Tanz, Gesang, Musik und Schaustellungen;

  8. Vermeidung von Blumenschmuck, Wohlgerüchen, Schminke, Schmuck, Zierrat;

  9. Vermeidung von hohen, üppigen Betten;

  10. Abstehen vom Annehmen von Gold und Silber.


Für die Mönche (bhikkhu) und Nonnen (bhikkhuní) sind die im Mönchs- bzw. Nonnen-→Pātimokkha niedergelegten Ordensregeln bindend.
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Der Begriff „Sīladhāra“ bezeichnet eine 8- bzw. 10-Regel-Nonne und wird dort•erwähnt, wo es eine gesonderte Behandlung gibt. In den Theravāda - Ländern werden sie nur als Laienanhängerinnen betrachtet, die einige Sīla mehr als die Laien praktizieren. Deshalb gibt es kaum eigene Regeln für die Umgangsformen. In Thailand werden sie Maeji genannt, in Myanmar (Burma) Silashin, in Sri Lanka Dasasil Matas. Im engeren Sinn werden sie nicht als Teil der Vinaya-Sangha betrachtet.
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Der Begriff „Sīladhāra“ bezeichnet eine 8- bzw. 10-Regel-Nonne und wird dort•erwähnt, wo es eine gesonderte Behandlung gibt.
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(Burmesisch). Nonnen mit meist 8, seltener 9 oder 10 Regeln in Myanmar (Burma) – sie haben keine pabbajjā-Ordination und werden i. A. als Upāsikās (Laienanhängerinnen) betrachtet
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(Thai).Tan, Tahn oder Than (+Name): Höflichkeitspronomen, gebraucht für Mönche (Anrede) Pronomen du, Sie; Herr Soundso. Dies ist ein höfliches Wort und wird im Thai benutzt, wenn man zu hochrangigen Personen spricht. Daher wird es auch gegenüber Mönchen gebraucht, die in der thailändischen Gesellschaft einen sehr hohen Rang einnehmen. In der Schriftsprache ist es das gewöhnliche Wort für „du“.
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»Schule der Ordensälteren«. Alte Schule bzw. Schule des ursprünglichen Buddhismus. Einzige durchgehend erhaltene Tradition der 18 Hinayana-Schulen. Heute vor allem in den Ländern Südasiens verbreitet: Sri Lanka, Myanmar (Burma), Thailand, Laos, Kam­bodscha. Die Lehre ist im Pali-Kanon verankert und wurde in insgesamt 6 Konzilen bestätigt.
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Siehe Theravādanetz
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Synonym für Theravadanetz. Siehe Theravādanetz
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Synonym für Theravadanetz. Siehe Theravādanetz
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Das Theravādanetz ist eine Arbeitsgruppe der Deutsche Buddhistische Union e.V. (DBU). Die wichtigsten Ziele und Aktivitäten der DBU lassen sich in Punkten zusammenfassen:

  1. den authentischen Therāvada-Buddhismus fördern,

  2. einen Rahmen schaffen für Begegnung und Austausch zwischen Therāvada-Buddhisten in Deutschland,

  3. den Austausch zwischen den verschiedenen Schulen des Buddhismus fördern,

  4. den Therāvada-Buddhismus vernetzen

  5. und gemeinsame Projekte durchführen


Grundlage für die Arbeit des Therāvadanetz ist das schulübergreifende buddhistische Bekenntnis der Deutschen Buddhisten Union.
'Theravadanetz der DBU, Theravada-Buddhismus in Deutschland: Ordiniertenguide'

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1. Pali-Anreden gelten allgemein in allen Theravāda-Ländern
Anagārika
(Pāḷi) Eine (eher soziale) Anredeform für jemand der weder Bhikkhu noch Hausherr ist.
Die Bezeichnung für einen Laien, der seinen Haushalt aufgegeben hat um Dhamma
zu verfolgen.

Ayyā
(Pāḷi): Ehrwürdige; die weibliche Entsprechung zu Bhante; Anrede für Bhikkhunīs und Sāmaṇerīs.

Bhante
(Pāḷi): Ehrwürdiger; ursprünglich: Bhaddanta. Respektvolle Anrede für Mönche (Bhikkhus und Sāmaṇeras) von Laien und für ordensjüngere Mönchen an Ordensält>ere. Wird vorwiegend für Mönche, die in Sri Lanka oder Indien ordiniert haben, verwendet.

Bhikkhu
(Pāḷi) vollordinierter Mönch bzw. Mönch mit der höheren Ordination (upasampadā) und 227 Regeln, wie im Vinaya niedergelegt

Bhikkhunī
(Pāli) vollordinierte Nonne bzw. Nonne mit der höheren Ordination (upasampadā) und 311 Regeln, wie im Vinaya niedergelegt

Mahāthera
(Pāḷi:Bezeichnung für einen Bhikkhu, der länger als zwanzig Jahre dem Orden angehört; wird vorwiegend für Mönche, die in Sri Lanka oder Indien ordiniert haben, verwendet.

Mahātherī
(Pāḷi): weibliche Entsprechung zu Mahāthera und gilt für Bhikkhunīs.

Sāmaṇera
(Pāḷi) Mönch mit der niedrigeren Ordination (pabbajjā) und 10 Regeln (+ zusätzlich den 75 Übungs-Regeln) wie im Vinaya niedergelegt. Meist als Vorbereitungsstufe zum Bhikkhu für noch nicht 20-jährige Anwärter.

Sāmaṇerī
(Pāḷi) Nonne mit der niedrigeren Ordination (pabbajjā) und 10 Regeln (+ zusätzlich den 75 Übungs-Regeln) wie im Vinaya niedergelegt. Meist als Vorbereitungsstufe zur Bhikkhunī.

Sīladhāra
(Pāli):Der Begriff „Sīladhāra“ bezeichnet eine 8- bzw. 10-Regel-Nonne und wird dort erwähnt, wo es eine gesonderte Behandlung gibt.

Sīlamāta
(Pāli): Mutter der Sīla, Bezeichnung für Nonnen in Sri Lanka, die keine pabbajjā-Ordination haben, aber nach den 10 Regeln (seltener 8) leben. Sie werden i. A. als Upāsikās (Laienanhängerinnen) betrachtet.

Thera
(Pāḷi): Bezeichnung für einen Bhikkhu, der länger als zehn Jahre dem Orden angehört; wird vorwiegend für Mönche, die in Sri Lanka oder Indien ordiniert haben, verwendet.

Therī
(Pāḷi): weibliche Entsprechung zu Thera und gilt für Bhikkhunīs.


2. Burmesische Titel/Anreden
Ashin, Shin
(Burmesisch): Mönch, Bhikkhu (nicht als Anrede; insb. wenn ein Mönch von sich selber spricht oder unterschreibt)

Ashinma, Shinma
(Burmesisch): Nonne (nicht als Anrede; insb. wenn eine Nonne von sich selber spricht oder unterschreibt)

Daw
(Burmesisch). Anrede für alle Frauen ab etwa 40 Jahren und auch für Nonnen, immer gefolgt vom Namen (den Namen allein zu nennen wäre unhöflich)

Koyin
(Burmesisch): Sāmaṇera; wird als Rufname ohne Namenszusatz verwendet

Ma
(Burmesisch). Anrede für alle Mädchen und jungen Frauen (bis etwa 40 Jahre) und auch für junge Nonnen, immer gefolgt vom Namen (den Namen allein zu nennen wäre unhöflich)

Puttaro
(Burmesisch): Anagārika, Hausloser mit 8 oder 10 Regeln

Sayadaw
(Burmesisch.) Respektvolle Anrede für Mönche in Myanmar (Burma), insbesondere ältere und lehrende Mönche und die Äbte der Klöster – mit oder ohne dem Namen dahinter; oder auch dem Orts- bzw. Klosternamen davor

Sayagji
Burmesisch.) Respektvolle Anrede für Nonnen in Myanmar (Burma), insbesondere ältere und lehrende Nonnen und die Äbtissinnen der Nonnen-Klöster (wird selten gebraucht

Sayalay
(Burmesisch). Anrede für alle Nonnen in Myanmar (Burma) – mit oder ohne dem Namen dahinter.

Silashin
(Burmesisch). Nonnen mit meist 8, seltener 9 oder 10 Regeln in Myanmar (Burma) – sie haben keine pabbajjā-Ordination und werden i. A. als Upāsikās (Laienanhängerinnen) betrachtet

U
(Burmesisch). Anrede für alle Männer und auch für Mönche, immer gefolgt vom Namen (den Namen allein zu nennen wäre unhöflich)


3. Thai-Titel und Anreden

Ajahn (bzw. Ajaan, Ajan, Ajarn oder Acharn) [gesprochen Adschahn] (+Name)
(Thai). Lehrer, Dozent, Professor, Ausbilder, Instrukteur.
Von Skt. "acariya"; gebraucht für Mönche aber auch Laien beiderlei Geschlechts im Lehrbereich (Ajahn Chas Gemeinschaften verwenden diese Anrede für Ordinierte beiderlei Geschlechts über 10 Regenzeiten).
Bemerkung: Ajahn ist das thailändische Lehnwort für Skt. ācārya (Pāli ācariya) = Lehrer und wird in der Thaischrift wie das entsprechende Sanskritwort geschrieben. Es wird als Anrede für gelehrte oder weise Mönche verwendet, aber ebenso für gebildete Laien (Akademiker).

Kruba
(Thai). Gebräuchliche Form der Anrede für Waldmönche im Nordosten Thailands

Luang Por
(Thai). "Ehrwürdiger Vater"; weniger formal für jemanden ab 35-40, von Mönchen und Laien gebraucht.
Erläuterung:
Luangpoh (bzw. Luangpho, Luang Por) Mönch, (große) Buddha-Statue.
Dieses Wort wird für ältere, angesehene Mönche verwendet und drückt eine liebevolle Wertschätzung aus. Beispielsweise wird Ajahn Sumedho, der 70-jährige Abt des englischen Klosters Amaravati, mittlerweile häufig als Luang Por (Sumedho) bezeichnet. Luang bedeutet als Adjektiv königlich, öffentlich, offiziell, als Hauptwort Regierungs-, Haupt- ... Es ist ein Wortelement, das dazu benützt wird um Rang auszudrücken. Poh (Poo, Pho, Por) [gesprochen mit offenem o, wie in Post, aber gedehnt (langer Vokal)] bedeutet Vater oder Papa. Somit sind in dieser Wortverbindung königlicher Respekt mit der Rolle des Vaters und familärer Nähe kombiniert.
Andere Verbindungen mit Luang sind Luangta (bzw. Luang Ta) und Luangpi (Luang Phi). Ta (Taa bzw. Dtaa) bedeutet Großvater (mütterlicherseits), alter Mann, Auge. Pi (Pii, Phi) bezeichnet ein älteres Geschwister. Luangta wird daher verwendet, wenn ein geschätzter Mönch älter ist, als ein Luangpoh und Luangpi, wenn er entsprechend jünger ist.

Luang Pi
(Thai). "Ehrwürdiger älterer Bruder"; die jüngere Fassung davon, üblicherweise nur von Laien gebraucht

Maechi
(Thai). Nonnen mit meist 8, selten 10 Regeln in Thailand – sie haben keine pabbajjā-Ordination und werden als Upasikas (Laienanhängerinnen) betrachtet

Phra oder Pra
(Thai). Eigentlich der meistverwendete Ausdruck für Mönch; von Skt/Pāli für "vāra"- 'vorzüglich, hervorragend'. In Verbindung mit einem Eigennamen ist es in Thailand das Standardwort um auszudrücken, dass es sich bei der betreffenden Person um einen buddhistischen Mönch handelt.

Tan, Tahn oder Than (+Name
(Thai). Höflichkeitspronomen, gebraucht für Mönche (Anrede)
Pronomen du, Sie; Herr Soundso.
Dies ist ein höfliches Wort und wird im Thai benutzt, wenn man zu hochrangigen Personen spricht. Daher wird es auch gegenüber Mönchen gebraucht, die in der thailändischen Gesellschaft einen sehr hohen Rang einnehmen. In der Schriftsprache ist es das gewöhnliche Wort für „du“.

Tan Ajahn
(Thai). Veteran-Ajahn; oft der älteste Mönch und Vorsteher einer Gemeinschaft (etwas formal)



Sonstige Titel und Anreden

Hamuduruwo
(Singhalesisch). Eine (von mehreren) respektvollen
Anredeformen für buddhistische Mönche (Bhikkhu) in Sri Lanka.
Hamuduru:- sehr verehrt, aufgrund der Reinheit, die aus Zuflucht in Tisarana
(Buddha, Dhamma, Sangha) resultiert
wo :- endlos respektvoll (resultierend aus der Zuflucht in Tisarana)

Loku-Hamuduruwo
(Singhalesisch). Wie oben, jedoch eine Anredeform nur für den Hauptmönch eines buddhistischen Tempels.
Loku- :- Ein Präfix, das Groß-, Haupt-, Dienstälterer-, Ober-, bedeutet.

Mönch
Ein Mönch ist ein Ordensangehöriger, d.h. Mitglied des Saṅgha, welcher die Mönchsregeln auf sich genommen hat. Dazu gehören ethische und asketische Regeln wie z. B. das Zölibat. Die Regeln für Mönche sind im Vinaya des Pāḷikanon dokumentiert (siehe dazu palikanon.com: Vinaya). Ziel des Mönchslebens ist es, durch eine vom weltlichen Leben abgeschiedene Lebensweise die spirituelle Befreiungspraxis zu intensivieren. Im Saṅgha gibt es eine höhere und niedere Ordination in Form von Bhikkhu und Sāmaṇera.

Nonne
Eine Nonne ist ein Ordensangehörige, d.h. Mitglied des Saṅgha, welcher die Nonnenregeln auf sich genommen hat. Dazu gehören ethische und asketische Regeln wie z. B. das Zölibat. Die Regeln für Nonnen sind im Vinaya des Pāḷikanon dokumentiert (siehe dazu palikanon.com: Vinaya). Ziel des Nonnenlebens ist es, durch eine vom weltlichen Leben abgeschiedene Lebensweise die spirituelle Befreiungspraxis zu intensivieren. Im Saṅgha gibt es eine höhere und niedere Ordination in Form von Bhikkhunī und Sāmaṇerī. Besonderheiten: Nach dem Abreißen der Ordinationslinie der Bhikkhunīs haben sich in den verschiedenen theravāda-buddhistischen Ländern besondere Formen entwickelt wie Sīlashin (Myanmar), Maechi (Thailand), Sīlamāta (Sri Lanka), die nicht als Mitglied des Saṅgha gezählt werden. Die höhere Ordination zur Bhikkhunī wurde erst neuerdings in Sri Lanka wiedereingeführt und ist jedoch in anderen traditionellen Theravāda-Ländern wie Myanmar und Thailand umstritten bzw. (noch) nicht anerkannt.

Novize / Novizin
Ein Novize – lateinisch Neuling – ist ein Ordensangehöriger auf Probe, der noch keine öffentlichen Gelübde abgelegt hat. Da keine Ordination im Sinne des Vinaya vorliegt, sind Novizen nicht mit der Ordinationsform von Sāmaṇera und Sāmeṇerī gleichzusetzen.

Venerable
(Englisch): Ehrwürdiger, Anrede für Bhikkhus, Bhikkhunīs, Sāmaṇeras und Sāmaṇerīs
'Theravadanetz der DBU, Theravada-Buddhismus in Deutschland: Ordiniertenguide'

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Ordensdisziplin. Ein Teil des Tipitaka (Dreikorbes) des Pali-Kanons. Die von Buddha selbst gegebenen Lebens- und Verhaltensregeln für die Mönche und Nonnen in seinem Orden. Für die Mönche wurden 227 Regeln (Bhikkhu-Patimokkha) gegeben, für die Nonnen 311 (Bhikkhuni-Patimokkha). Im Vinaya ist die Entwicklung des Ordens dokumentiert, die einzelnen Regeln werden aufgelistet, erklärt und ihre Entstehungsgeschichte aufgeführt. Die buddhistischen monastischen Regeln, Vinaya genannt, sind ein Training für Körper, Sprache und Geist. Diese Regeln sollen nicht Selbstzweck sein, sondern Mittel, welche – zusammen mit der spirituellen Lehre (Dhamma) angewandt – Reife und spirituelle Entwicklung fördern. Der Vinaya dient neben dem direkten Training auch der Entwicklung einer unterstützenden Beziehung zwischen Laien und Ordinierten, was ein wesentlicher Aspekt in der Theravāda Tradition ist. Die buddhistischen Ordinierten geben viele gewöhnliche Freiheiten auf und unterziehen sich der Disziplin und den Regeln des Vinaya, um sich auf die Entwicklung des Herzens zu konzentrieren.

Viele der Vinaya Regeln gibt es deshalb, um Laien nicht zu beleidigen und keinen Grund für Missverständnisse zu liefern. Natürlich möchte kein Vinaya-Ordinierter kränken, indem er sehr wählerisch oder schwierig zu betreuen ist, und kein Nicht-Ordinierte möchte aus Versehen einem Vinaya-Ordinierten dazu bringen, gegen seine Regeln zu verstoßen.
'Theravadanetz der DBU, Theravada-Buddhismus in Deutschland: Ordiniertenguide'

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Damit ist der Verzicht auf jegliche Art von sexuellen Verhalten gemeint wie z. B. Geschlechtsverkehr oder aber auch sexuellem Verhalten im weiteren Sinne. Das beinhaltet auch absichtlich lustvolle Rede bzw. Körperkontakt. Beides sind Verstöße gegen die Regeln für Mönche und Nonnen.